Integrations- vereinbarungen genügen
Frauenfeld. Die Integration von Migranten in die schweizerische Gesellschaft sei wichtig, die Angebote genügten aber dafür. Zu diesem Schluss kam die Mehrheit der Grossrätinnen und -räte in der Diskussion um eine Interpellation.
SP-Kantonsrätin Susanne Oberholzer hatte mehrere Fragen zu den im Thurgau angewendeten Integrationsvereinbarungen gestellt. Vor allem hatte sie wissen wollen, ob es ein flächendeckendes Angebot von Sprach- und Integrationskursen im Thurgau gebe und ob die Arbeitgeber in deren Finanzierung eingebunden würden.
Die Kantonsregierung hatte erklärt, es gebe keine Absicht für eine gesetzliche Regelung, die Arbeitgeber zu verpflichten. Da sie aber von Deutschkenntnissen ihrer Arbeitnehmer profitierten, sei es durchaus wünschbar, dass sie sich an den Kosten beteiligten.
Kein flächendeckendes Angebot
Ein flächendeckendes Angebot von Sprach- und Integrationskursen gebe es nicht. Vor allem in den Städten gebe es aber gute und preisgünstige Angebote verschiedener Trägerorganisationen. Diese würden von Gemeinden und Kanton mitfinanziert.
Grundsätzlich sei es aber Sache der Migranten, die Kurse zu bezahlen. Seien sie dazu nicht in der Lage, könnten die Sozialämter einspringen.
Dieser Meinung stimmten die Sprecher der meisten Fraktionen zu. Nur aus den Reihen von SP und Grünen wurden Wünsche nach einem umfassenderen Angebot und mehr Kantonsengagement laut.



























