Innerrhoden will Steuern senken
Appenzell. Die Innerrhoder Standeskommission beantragt Steuersenkungen für Unternehmen und natürliche Personen.
Das Budget 2008 sieht eine ausgeglichene Gesamtrechnung vor. Dank der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) erhält Innerrhoden eine Finanzspritze von 8,7 Millionen Franken, wie Säckelmeister (Finanzdirektor) Sepp Moser bei der Präsentation des Budgets am Freitag erklärte.
Die zusätzlichen Mittel erlauben eine Senkung des Staatssteuerfusses für natürliche Personen von 90 auf 85 Prozent. Noch stärker profitieren die Unternehmen, deren Steuerfuss von 9,8 auf 8,8 Prozent reduziert werden soll. Innerrhoden hat die Unternehmenssteuern bereits 2007 deutlich gesenkt.
Aggressive Steuerpolitik der Nachbarn
Mit den Steuersenkungen reagiert die Standeskommission auf die «etwas aggressive» Steuerpolitik der Nachbarkantone Ausserrhoden und St.Gallen, wie Moser sagte. Der Rückstand Innerrhodens dürfe sich nicht vergrössern. «Wir möchten den Steuerwettbewerb aber nicht anheizen», betonte der Säckelmeister.
Das Budget 2008 sieht in der laufenden Rechnung bei Ausgaben von 129,6 Millionen Franken und Einnahmen von 134,5 Millionen Franken einen Überschuss von 4,8 Millionen Franken vor. Dieses Geld wird investiert: So sollen Rückstellungen von drei Millionen Franken für das Spital und das Gymnasium gebildet werden.
Die Investitionsrechnung sieht entsprechend ein Defizit von rund fünf Millionen Franken vor. Dies ergibt eine praktisch ausgeglichene Gesamtrechnung mit einem Defizit von 300 600 Franken.
Mehr Lohn für Staatspersonal
Vom NFA-Geldsegen soll auch das Staatspersonal etwas bekommen: Neben einem Teuerungsausgleich von 0,6 Prozent sieht das Budget individuelle Reallohnerhöhungen von 1,4 Prozent vor. Ausserdem will der Kanton seinen Personalbestand um 5,4 Stellen aufstocken.



























