Innerrhoden als grosser Gewinner
Wirkt sich das Nettowachstum von Firmen auf die Arbeitslosenquote aus? Dieser Frage geht die «Creditreform» nach.
Die nebenstehende Darstellung zeigt die Flächen der Kantone unterschiedlich eingefärbt: Je dunkler die Fläche ist, desto höher ist das Nettowachstum in den ersten 10 Monaten gegenüber dem Firmenbestand anfangs 2007.
Gegenüber den Auswertungen, die Creditreform schon während des Jahres publizierte, setzt sich der eingeschlagene Trend fort. Zu den Gewinnern gehören die Kantone Obwalden, Zug, Appenzell Innerrhoden, Schwyz und Wallis.
Creditreform vergleicht die Veränderungen der Arbeitslosenquote im Januar 2007 mit den Zahlen vom September 2007. Die Arbeitslosenquote betrug gesamtschweizerisch anfangs Jahr 3.3. In vier der oben aufgeführten Gewinnerkantone war die Arbeitslosenquote bereits im Januar 2007 unter dem Schweizerischen Durchschnitt; lediglich im Kanton Wallis lag sie mit 4.5 deutlich höher. Der Kanton Wallis ist gleichzeitig der einzige Kanton, der es in diesem Jahr geschafft hat, eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquote von Januar bis September unter den gesamtschweizerischen Schnitt zu senken.
Im Kanton Obwalden ist die Veränderung der Anzahl an Arbeitslosen so gering, dass man schon von normalen saisonalen Schwankungen sprechen kann. Der Zuwachs von netto 221 Firmen hat keinen Einfluss auf die Arbeitslosenquote. Indes bleibt die Frage, ob ohne diese neuen Firmen die Arbeitslosigkeit gargestiegen wäre.
Einen eher düsteren Eindruck hinterlässt der Kanton Genf. Die Arbeitslosenquote hat sich zwar leicht nach unten bewegt, stellt jedoch auch Ende September mit 6.0 weiterhin den höchsten Wert in der Schweiz dar. Dies, obwohl die Zunahme von neuen Firmen in Genf über dem Schweizerischen Mittel liegt. In den Ostschweizer Kantonen hingegen – wie auch im Kanton Tessin – folgen den Zunahmen an neuen Unternehmen Senkungen der jeweiligen Arbeitslosenquoten.
Neueintragungen
Mit 3’170 Neueintragungen von Unternehmen im Schweizerischen Handelsamtsblatt SHAB wird die 3’000er Marke im laufenden Jahr bereits zum sechsten Mal in einem einzelnen Monat überschritten. Der Vergleich mit dem gleichen Monat des Vorjahres zeigt eine Zunahme von 16.2% – die grösste Zunahme 2007 gegenüber 2006.
Per 31.10.2007 sind gemäss SHAB 30’119 neue Firmen in der Schweiz entstanden – 8.1% mehr als in der gleichen Zeitspanne 2006. Erstmals seit Erfassung der Daten werden in der Schweiz bereits Ende Oktober mehr als 30’000 Neugründungen verzeichnet!
Das Jahr 2007 wird im Bereich Neueintragungen einen neuen Rekord setzen!
Löschungen
Im Oktober 2007 wurden 1’874 Löschungen von Betrieben im SHAB publiziert. Damit wird der Vorjahreswert nur gerade um 28 Löschungen übertroffen (+1.5%).
In den ersten zehn Monaten 2007 mussten insgesamt 19’207 Firmen gelöscht werden – 1.3% weniger als 2006. Trotz Bereinigungen der Handelsregister, die in einigen Kantonen laufen, werden die Vorjahreswerte im Bereich Löschungen nicht erreicht.
Im neuen Jahrtausend wurden per 31.10. nur in den Jahren 2000 (18’641) und 2002 (18’037) weniger Löschungen veröffentlicht. Ein positiver Trend, der hoffentlich anhält.
Nettowachstum
Im Januar 2007 konnte Creditreform für 2006 einen neuen Rekordwert beim Nettowachstum von 10’700 Unternehmen melden. Dieser Rekordwert wird bereits nach 10 Monaten im 2007 um 212 Betriebe übertroffen! Basis dieses Erfolges ist die deutlichen Zunahme der Neugründungen bei gleichbleibender Anzahl Löschungen im Vergleich zum Vorjahr.



























