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Inne halten und staunen: Bonannos neuste Werke

Herisau/AR. Adèle G. Bonanno zeigt ihre neusten Werke vom 3. bis 5. April im Alten Zeughaus.

Mit ihrer Ausstellung in Herisau kehrt die in Zürich lebende Adèle G. Bonanno zumindest örtlich zu ihren Wurzeln zurück. In Herisau nämlich ist die heute 42jährige aufgewachsen, hier verbrachte sie nach ihren Worten eine gute Kindheit und Jugend. Hier erhielt sie das Fundament, auf dem nun ihre Kunst wächst. Einen Teil zur Art ihres heutigen Ausdrucks hat ihre Mutter beigetragen. Sie war es nämlich, für die es keine noch so kleinen Stoffresten gab, die es nicht Wert waren weiterverarbeitet zu werden und so in ihrer Winzigkeit an ihren Platz in einem grossen Ganzen gewoben wurden.

Adèle G. Bonannos Material ist nicht der Stoff, sondern es sind belichtet oder unbelichtet 35mm-Filmstreifen. Abfälle von Filmstudios, aufgefangene Bilder, die es nicht Wert waren, über die grossen Leinwände zu flimmern. In Adèle G. Bonannos Bilder finden sie ihren Platz. Keinen sekundenschnellen, sondern einen ständigen. «Es ist eine wahre Freude mitzuerleben, wie aus dem Weggeworfenen Neues entsteht. Wie die scheinbar leblosen Filmstreifen zu neuem Leben erweckt werden können.»

Die Werke von Adèle G. Bonanno strotzen denn auch vor Dynamik, ohne aber je hektisch oder gar provokativ zu wirken. «Die Welt ist hektisch und provokativ genug!» Lieber kreiere sie andere Welten, lasse träumen und staunen, zur Ruhe kommen und inne halten. Ihre Ausstellung betitelt sie denn auch mit «trans – banal – waggons». Ein folgerichtiger Titel: Trans steht für «über, hinüber». Adèle G. Bonanno führt die Zuschauer in eine neue Welt hinüber, mit ihren Arbeiten aber übergibt sie auch den Filmstreifen eine neue Bedeutung. Das Ausgangsmaterial wie auch das neue daraus Entstandene seien im Grunde banal – harmlos. Es seien schlicht eingefangene, aufgelesene Bilder – Schau-Blicke einer regelmässigen Zugfahrerin aus den Waggons der 2. Klasse.

Nun also bringt sie der Zug nach Herisau zurück und mit ihr zahlreiche dieser Schaublicke.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 19.03.2009 - 09:19:22