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Informationen nutzbar machen

Ermatingen. Im Rahmen des Lernfestivals 08, diskutierten am gestern Experten aus dem In- und Ausland unter der Leitung von Ex-Nationalrat Ernst Mühlemann über zukünftige Herausforderungen in der Weiterbildung.

Informationsflut und Medienvielfalt machen noch keine Bildung aus, darin waren sich die Teilnehmenden der Diskussionsrunde einig. Die Menschen müssten befähigt werden, die Informationen zu verarbeiten, um sie nutzbar zu machen. Vor dem Hintergrund steigender gesellschaftlicher Anforderungen an das Individuum seien soziale, kulturelle und politische Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen zu fördern.

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Lernfestival sensibilisiert
In Finnland liegt die Weiterbildungsrate bei 52 Prozent, während sie in der Schweiz nur 38 Prozent ausmacht. Wie in der Schweiz bilden sich auch in Finnland vor allem gut ausgebildete Männer weiter, wenig Qualifizierte und Frauen seien auch dort eher benachteiligt, berichtete Gina Ebner, Generalsekretärin des Europäischen Verbandes für Erwachsenenbildung EAEA. Gerade bei wenig Qualifizierten seien neue Wege gefragt. Gina Ebner: «Die Sensibilisierung im Rahmen des Lernfestival ist eine tolle Sache.»

England fördert Weiterbildung
In England setze sich auch der Staat für die Weiterbildung in Unternehmen ein, stellte EAEA-Präsident Janos Sz Toth fest, mit E-learning-Angeboten für KMU zum Beispiel oder mit dem Konzept Investors in People, das auf der Insel weit verbreitet sei. Führungskräfte in Unternehmen müssten über die Kompetenzen verfügen, Weiterbildung im Unternehmen als strategisches Mittel einzusetzen. Gerade in KMU sei die Verantwortung des Patrons von zentraler Bedeutung. Ohne seine Unterstützung laufe in Sachen Weiterbildung nichts.

Mehr Förderanreize nötig
Die Frage, wie die Weiterbildung in Unternehmen in Anbetracht von Zeit- und Ressourcenknappheit gefördert werden sollte, wurde kontrovers diskutiert. Mehr staatliches Engagement für die Weiterbildung in der Schweiz und Anreize zur Förderung der Weiterbildung in Unternehmen, beispielsweise mit Steuerabzügen, wünschten sich sowohl André Schläfli, Direktor des Schweizerischen Verbandes für Weiterbildung SVEB als auch der neue SVEB-Präsident Rudolf Strahm. Die versammelten Arbeitgeber betonten die Eigenverantwortung der Arbeitnehmenden, ohne sich gegen die Steuerabzüge auszusprechen.


www.lernfestival.ch


ThurgauThurgau / 11.09.2008 - 13:03:00