Industriekamin wird ersetzt
Herisau. Die Herisauer AG Cilander baut in diesen Tagen den aus der Jahrhundertwende (1900) stammenden, klassischen Industriekamin im Werk Eisenhammer Flawil ab und ersetzt diesen durch ein Stahlkamin.
Im Werk Eisenhammer Flawil der AG Cilander wird der aus der Jahrhundertwende (1900) stammende, klassische Industriekamin rückgebaut und durch ein Stahlkamin ersetzt. Rückgebaut und nicht saniert wird der Kamin aus Umwelttechnischen- und aus Platzgründen; die Sanierungskosten würden zudem höher ausfallen, als ein Abriss / Neubau des Kamins.
Die Frage, warum der Kamin rückgebaut und nicht gesprengt wird, liegt nahe. Jonas Schneider, Leiter Technischer Dienst der AG Cilander erklärt: «Eine Sprengung des Kamins kam nicht in Frage, da auf dem betroffenen Areal sensible Leitungen im Boden liegen, die bei einer Sprengung allenfalls hätten beschädigt werden können». Werner Aemisegger der Näf Tiebau AG, die mit dem Rückbau beauftragt ist, ergänzt, dass das Areal zudem nicht optimal für eine Sprengung sei: «Die Gebäude stehen sehr nahe, die Gefahr hätte bestanden, eine der angrenzenden Hallen zu beschädigen». Es erfolgt also ein klassischer Rückbau des Kamins.
Auf einer speziell dafür konstruierten Plattform «hängen» die Arbeiter am Kran und lösen mit Elektro-Abbauhammern Stein um Stein des rund 45 Meter hohen Kamins aus. Das Material fällt durch den Kamin auf eine Rutsche und wird per Bagger abtransportiert.
In gut 3 Arbeitstagen soll der Rückbau abgeschlossen sein. Danach wird im Kesselhaus (hinter dem Dampfkessel) platzsparend ein neuer, einwandiger, aus rostbeständigem Stahl hergestellter Kamin aufgestellt. Dieser ist auf einer Bodenplatte angeschweisst und wird direkt durchs Dach geführt.
Die Abgase werden durch eine Wärmerückgewinnung soweit heruntergekühlt, dass die Rauchgase grösstenteils auskondensieren. Zudem wird neu ein Teil der Rauchgase durch eine separate Leitung zur Abwasserneutralisation geführt, wo mittels dem CO2 der Rauchgase das Abwasser neutralisiert wird.
Mit der neuen Kaminanlage kann somit die Feuerungsanlage, in der Dampf für Prozessenergie hergestellt wird, umwelttechnisch optimal eingestellt werden.
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