«In der Vergangenheit vorgesorgt»
Heiden. In Ausserrhoden sind Veränderungen im Gesundheitssystem aufgrund der steigenden Zahl der übergewichtigen Schweizer unausweichlich.
Wie das Bundesamt für Gesundheit berichtet, haben Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) in der Schweiz in den letzten zehn Jahren in der Bevölkerung stark zugenommen, besonders bei den Kindern. Es ist, wie auch im übrigen Teilen Europas, ein ernst zu nehmendes Problem.
«Problem» früh erkannt
Die Fettleibigkeit hält auch im Appenzellerland Einzug und so werden Anpassungen im Spitalverbund getätigt. «Wir haben das Problem erkannt und uns diesem gestellt. Bei Neuanschaffungen haben wir darauf geachtet, dass sie für die Übergewichtigen angepasst werden können», so Ursina Moser, Leiterin Medizin Technischer Bereich, Spital Heiden.
Veränderungen in jedem Bereich
Für eine optimale Behandlung wurden in den Spitälern Heiden und Herisau Betten und Operationstische angeschafft, die in der Länge und der Breite veränderbar sind. «Ein Hebelift, der die übergewichtigen Patienten in die Badewanne hievt, war notwendig. Zudem mussten die Sicherheitsgurte mit Spezialgurten ergänzt werden», so Susanne Arnet, Leiterin Pflegedienst, Spital Heiden.
Gesunde Ernährung ist lernbar
Zu schwer für ein Spital kann niemand sein. Im Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden wird für eine optimale Behandlung der Übergewichtigen vorgesorgt. Im Bereich der Prävention wird viel angeboten: Im Spital Heiden steht eine Ernährungsberaterin für stationäre und ambulante Beratungen zur Verfügung.
In der Spitalküche wird auf eine gesunde Ernährung geachtet. «Wir bieten im Frühling 2008 Kochkurse für Übergewichtige oder Leute, die mehr über gesunde Ernährung lernen wollen an», so Moser abschliessend.



























