In Ausserrhoden lässt es sich gut leben
AR. Zu diesem Schluss kommt die Befragung, die im Rahmen des Regierungsprogramms 2007 – 2011 unter der Bevölkerung von Appenzell Ausserrhoden durchgeführt wurde.
5’000 Personen wurden vom Regierungsrat zum Mitmachen an der Bevölkerungsbefragung eingeladen, fast 1’500 Personen haben teilgenommen. Die hohe Beteiligung von rund 30 % übertrifft alle Erwartungen.
Die Ausserrhoderinnen und Ausserrhoder sind mit ihrem Leben im Allgemeinen sehr zufrieden: 77 % der Einwohnerinnen und Einwohner haben einen hohen Zufriedenheitsgrad. Auch der allgemeine Gesundheitszustand der Bevölkerung ist erfreulich und das soziale Umfeld der Menschen scheint weitgehend intakt zu sein, denn 78 % fühlen sich durch die Menschen in ihrem persönlichen Umfeld gut getragen. 82 % fühlen sich zudem am Wohnort im Alltag sehr sicher.
Die Entwicklung von Appenzell Ausserrhoden wird von der Bevölkerung optimistisch beurteilt. Die Ausserrhoderinnen und Ausserrhoder sind mehrheitlich der Meinung, dass sich die Lebenssituation im Kanton in den letzten Jahren verbessert hat.
74 % der Ausserrhoderinnen und Ausserrhoder beurteilen die allgemeine Wohnqualität an ihrem Wohnort als „gut“ bis „sehr gut“. Besonders gute Noten erhalten die Faktoren Landschaft sowie Sauberkeit und Sicherheit. Verbesserungspotenzial besteht im Urteil der Bevölkerung vor allem beim Kulturangebot, bei den Wohnangeboten und bei den Freizeitmöglichkeiten. Von den drei Regionen Appenzell Ausserrhodens ist die Wohnqualität im Mittelland am höchsten, gefolgt vom Vorderland und dem Hinterland. Eine hohe Wohnqualität bietet Ausserrhoden vor allem aus Sicht der Familien. Die jüngeren Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von 18 bis 25 Jahren hingegen äussern sich deutlich kritischer. Etwa jede und jeder vierte Junge erteilt der Wohnqualität in Ausserrhoden eine ungenügende Note.
Neu nach Appenzell Ausserrhoden ziehende Personen sind vor allem kinderlose Erwerbstätige im Alter zwischen 26 und 65 Jahren. Sie sind überdurchschnittlich gut ausgebildet und arbeiten hauptsächlich in den Nachbarkantonen. Mit ihrem neuen Wohnort sind sie überdurchschnittlich zufrieden.
63 % der Befragten sind an der Politik in Appenzell Ausserrhoden interessiert. Etwas weniger, nämlich 55 % sind der Meinung, dass ihre persönlichen Anliegen durch die Politik vertreten werden. Das aktuelle Regierungsprogramm 2007 – 2011 oder einzelne Initiativen davon sind bei etwas mehr als der Hälfte aller Befragten bekannt. Als wichtigste Ziele des laufenden Regierungsprogramms werden die Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen, die Sicherstellung einer hohen Qualität der Schulen und die Schaffung von guten Rahmenbedingungen für mehr Wirtschaftswachstum bezeichnet.
Die Befragung zeigt auch, was von der Bevölkerung als wichtige Probleme und künftige Herausforderungen für den Kanton wahrgenommen wird. Kriminalität und Vandalismus, die Steuerbelastung und die Arbeitslosigkeit werden von der Bevölkerung am häufigsten als wichtiges Problem bezeichnet.
Die Gesundheitsversorgung und die Infrastruktur für den Individualverkehr werden am wenigsten häufig, von weniger als 10 % der Bevölkerung, als wichtiges Problem wahrgenommen. Bei den künftigen Herausforderungen besteht weitgehend Konsens: Die Erhaltung einer intakten Natur und der natürlichen Landschaft, die Bekämpfung von Kriminalität und Vandalismus und die Senkung der Steuerbelastung werden am häufigsten genannt.
Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden wertet dies als Bestätigung der mit dem Regierungsprogramm 2007 – 2011 eingeschlagenen Richtung. Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung bilden zudem eine wertvolle Basis für die Projekte des nächsten Regierungsprogramms 2011 – 2015.



























