In Appenzell wird ein Feuer entfacht…
Appenzell. Im August wird unter der Leitung von Raquel de Souza ein Tangokurs starten. Geeignet ist der Kurs für alle, die gerne tanzen.
Im sonst so ruhigen Appenzellerland wird diesen Sommer ein Feuer aus Leidenschaft und rhythmischen Bewegungen entfacht. Raquel de Souza bringt den Tango nach Appenzell. «Das Appenzellerland mit den Bergen, den netten Leuten und dieser vielfältigen Kultur hat es mir angetan, ich möchte den Leuten im Appenzellerland mit dem Tango ein Geschenk machen – so ist es auch ein Geschenk für mich», sagte Raquel de Souza.
Sich spüren lernen
Ab dem 16. August unterrichtet Raquel de Souza in Appenzell, im Tanzsaal Hoferbad. Es werden verschiedene Kurse angeboten, Tango Basic und Tango Advanced. Tango Basic ist geeignet für Anfänger, die noch keine Erfahrungen mit dem Tango gemacht haben. Im Basic Kurs lernt man das richtige Gehen, die Umarmung, das Einkreuzen, die Haltung und den argentinische Walzer. Der argentinische Walzer ist eine Kreuzung zwischen Tango und Walzer und wird im 3/4 Takt getanzt. Es ist am Anfang wichtig, dass man sich und seinen Partner zu spüren lernt.
Mindestens zwei Monate
Tango Advanced ist geeeignet für Fortgeschrittene und Widereinsteiger, die mit Tango-Argentino-Estilo-Milonguero Erfahrung haben. Der Tango-Argentio-Estilo-Milonguero kann getanzt werden wenn man jeden einzelnen Schritt in Ruhe setzt. Dieser Tango wird im 2/4 Takt getanzt. Die Kursstunden sind verteilt auf fünf Abende.
Für den Kurs ist jeder geeignet, egal ob jung oder alt. Beim Tango sei es wichtig, dass man Spass habe, man müsse nicht alles am ersten Tag können. Um den Tango zu lernen, brauche es mindestens zwei Monate, erklärte Raquel de Souza. «Für mich bedeutet der Tango, locker zu lassen, ohne Zeitdruck, neue Leute kennen zu lernen und den Tanz zu geniessen. Mir ist beim Tanzen wichtig, dass man nicht alles nachmacht, man soll es selber lernen, so ist man später flexibler und kann improvisieren», fügte sie hinzu.
Geboren ist Raquel de Souza in Buenos Aires. Der Tango begleitete sie seit ihrer Kindheit und bestimmte ihr Leben. In Buenos Aires hatte sie die Möglichkeit bei den besten Lehrern zu lernen. In Zürich hat sie mehrere Jahre unterrichtet, bevor sie ihre eigene Akademie eröffnete.
Weitere Informationen im Internet unter www.tangopasion.ch .
Informationen zum Tango
Der Tango wurde am Anfang ohne Berührungen getanzt. Später bekam er Einflüsse von «quebradas» (improvisierte ruckartige Verrenkungen) und «cortes» (unvermitteltes innehalten) so kam auch der Körperkontakt hinzu. Der Tango wurde früher von der argentinischen Unterschicht getanzt, so wurde der Tanz und die Musik durch die Improvisation und Variation verfeinert. Mit der Zeit schaffte es der Tango auch in die Oberschicht. Die Musik des Tangos wurde den Tänzern angepasst, früher bestand die Musik aus Flöte, Geige und Harfe. Bald kam auch die Gitarre und die Klarinette und ein typisches Tango Instrument das Bandoneon dazu. Das Bandoneon ist ähnlich wie ein Knopfakkordeon. Die Tangomusik wurde im 18. Jahrhundert von Musiker aufgeschrieben.



























