«In 250 Sekunden zum Glück»

Bereits über zehn Teilnehmer kann sich der Speed Dating Event in St.Gallen freuen, obwohl dieser erst am 30. November stattfinden wird. appenzell24 hat nachgefragt, was dahinter steckt.

Seit drei Jahren führt Short Date bereits Speed Dating in Norditalien und im Ticino durch. In Zürich fanden breits drei Mal solche Abende statt und Ende dieses Monats wird auch St.Gallen in die «schnelle Begegnung» eingeweiht. Die Zahlen sprechen für sich: Mit 26 Kontaktfreudigen am zweiten Event in Zürich und sogar 38 beim erst kürzlich durchgeführten sind die Organisatoren erfreut. Für die Begegnung in der «Box» in der Stadt haben sich bereits nach eineinhalb Wochen sicher zehn Interessierte angemeldet und es werden sicherlich noch einige dazu kommen.

Philippe, Organisator von Short Date, kann mit seiner Begeisterung anstecken. Der Italiener, der perfekt Deutsch spricht, organisiert auch die Veranstaltung in St.Gallen. «Es ist uns wichtig, dass wir die Locations vorher sehen und wissen, dass sich die Teilnehmer wohl fühlen», sagt er. In der «Box» wird das obere Stockwerk für die Veranstaltung zur Verfügung stehen. «Je nach Teilnehmerzahl werden wir auch im Untergeschoss noch Platz finden und vielleicht sogar im Erdgeschoss, das werden wir noch sehen.»

Wieso sie solche Speed Datings nach Zürich gleich in St.Gallen und nicht zuerst in grösseren Städten anbieten, kann er nicht genau sagen, doch «wir werden auch in Bern und Basel Short Dates organisieren, da können Sie sicher sein». Durchwegs positive Rückmeldungen haben sie erhalten, sagt Philippe. Viele Teilnehmer sind begeistert, dass sie in weniger als zwei Stunden mit Garantie 15 neue Leute kennen lernen. «Da der Eintritt erst vor Ort und Cash bezahlt wird, kann auch sicher niemand hintergangen werden, das schätzen die Leute», so Philippe weiter.

Wer sich für einen Speed Dating Event anmeldet, darf Folgendes erwarten: Die Frauen setzen sich an die 2er-Tische. Die Männer werden erst danach an den Tischen verteilt und so startet die erste Runde. Vier Minuten haben sie nun Zeit sich zu unterhalten. Wer sie sind, woher sie kommen, was sie die letzten Jahre gemacht haben, welche Hobbys sie haben. «Es geht alles sehr sehr schnell. Diese vier Minuten vergehen wie im Flug, es wird ja nicht nur erzählt sondern auch zugehört.» Nach diesen vier Minuten notiert sich jeder Teilnehmer hinter die Nummer des Kandidaten ein «ja», für ein mögliches Wiedersehen, oder ein «nein». Nun wechseln die Männer die Plätze, die Frauen bleiben sitzen. Je nach dem, in welcher Location sich die Gruppe befindet, und was die Gesprächigen wollen, werden auch Pausen eingelegt. «Normalerweise gibt es eine oder zwei Pausen. Es kann aber auch einmal vorkommen, dass mehr Pausen eingelegt werden, wir vertrauen da auf unser Einfühlungsvermögen für die Leute.»

«Bankdirektoren, Garagisten, Handwerker, Friseure – bei uns finden Sie Menschen aus allen Sparten. Das ist meiner Meinung nach das Interessante am Speed Dating. Man weiss nie genau, wen man vor sich hat, wohl hat man ein Gesicht, das man sieht, doch ob dieser Mensch Bankdirektor oder Elektroniker ist, das weiss man nicht», schwärmt Philippe von der Vielfalt der Teilnehmer.
Auch die Beweggründe fürs Teilnehmen können nicht festgelegt werden. Manche kommen, weil sie ein neues Netzwerk von Bekannten aufbauen wollen, andere, weil sie den Partner fürs Leben finden wollen. «Doch man sollte es auch immer noch ein bisschen als Spiel sehen.»
Angst, dass es zu mühsamen Pausen zwischen zwei Partnern kommen könnte, brauche man sich nicht zu machen. «Jeder hat das Gefühl unter Zeitdruck zu sein und ausserdem sieht man die anderen 14 des gleichen Geschlechts als Art Konkurrenz, da will man die vier Minuten nutzen.»

Beim letzten Anlass in Zürich hat sich Philippe mit einer Kandidatin unterhalten. Sie meinte, dass es wohl doch nichts für sie wäre und machte einen enttäuschten Eindruck. Doch bei der Auswertung der Bewertungen kam heraus, dass sie drei «Matches» mit Kandidaten hatte. Sie bekam also 48 Stunden später – soviel Zeit geben sich die Organisatoren für die Auswertung – überraschenderweise drei Vornamen mit den dazu gehörenden Handynummern. Solche Storys freuen Philippe. «Es kann auch einmal vorkommen, dass ein Kandidat oder eine Kandidatin keine Übereinstimmung haben, doch andererseits kommt es auch vor, dass jemand glaubt, dass es keine gebe und sich dann gleich ab mehreren freuen kann.»


Weitere Informationen und Anmeldung unter www.shortdate.ch


Appenzell Innerrhoden / 06.11.2008 - 10:15:00
Exit mobile version