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Im Zweifel für den Klimaschutz

AR/AI. Fakt ist: Der Mensch produziert zuviel CO2. Mit einer Unterschriftenaktion will der WWF aufmerksam machen.

Eine Reduktion der Treibhausgase um 30 Prozent gegenüber dem Refernzjahr 1990, dieses Klimaziel will der WWF und andere Umweltorganisation mit der eidgenössischen Volksinitiative für ein gesundes Klima in der Bundesverfassung verankern. Am Samstag, 25. August sammeln WWF-Aktive schweizweit Unterschriften. Im Appenzellerland sind sie in Appenzell, Herisau und Teufen unterwegs.

Es gibt einige ernsthafte Wissenschafter, die keinen Zusammenhang zwischen dem CO2-Ausstoss und der Klimaerwärmung sehen. Eine Mehrheit der ernstzunehmenden Wissenschafter sieht aber diesen Zusammenhang, und fordert immer nachdrücklicher zum Handeln auf. Laien können den einen oder den anderen Vertrauen. Falls die anderen Recht haben, ist jetzt der Zeitpunkt zum Handeln gekommen. Handeln heisst: den CO2-Ausstoss reduzieren.

Falls die einen Recht haben: Dürfte man dann weiter Energie verschwenden wie bisher? Oder wäre es nicht doch klüger, das Verhalten zu verändern und auf sparsamere Technologien zu setzen?

Der WWF ist jedenfalls der Meinung, dass der Verbrauch fossiler Energien unbedingt und sofort reduziert werden sollte. Auch wegen der Klimaerwärmung, deren Folgen jetzt sichtbar werden und deren Ursache mit grösster Wahrscheinlichkeit die Verbrennung fossiler Energieträger (Kohle, Heizöl, Diesel, Benzin) ist.

Aber Energiesparen wäre auch eine kluge Tat, wenn dieser Zusammenhang nicht erwiesen wäre. Erdöl ist schlicht zu kostbar und vielseitig verwendbar, als dass wir die Reserven innerhalb weniger Jahrzehnte verbrauchen sollten. Denn dann werden sie den nachfolgenden Generationen fehlen, als industrielle Rohstoffe, als Energielieferanten für besondere Zwecke.

Der Klimaschutz steht im Zentrum der WWF-Kampagne und der Unterschriftensammelaktion für die Klimainitiative am kommenden 25. August im Zentrum von Herisau, Appenzell und Teufen. Die Bedrohungen sind offensichtlich: Überschwemmungen und Dürren nehmen zu, extrem starke Wirbelstürme treten gehäuft auf, die Gletscher und das polare Eis schmelzen rasant.

Sinnvoll ist es deshalb in jedem Fall, jetzt zu handeln – und nicht zu warten, bis der letzte Beweis erbracht ist. Denn dieser letzte Beweis wird ein Tatbeweis sein; er liegt dann vor, wenn die Entwicklung unumkehrbar, das schlimmste Szenario eingetreten ist.

Jetzt können wir noch Massnahmen ergreifen, die im besten Fall mithelfen, die Klimaerwärmung abzumildern, die auf jeden Fall aber dazu beitragen, die kostbaren Erdölvorräte für kommende Generationen zu schonen.

Eine Nebenfolge solcher Massnahmen wird es sein, dass neue, energiesparende Technologien weiterentwickelt und optimiert werden. Das wird neue wirtschaftliche Impulse auslösen, die Kreativität anspornen, die Industrie zukunftsfähig machen. Klimaaktiv werden und unterschreiben.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 22.08.2007 - 08:46:00