Im Thurgau hat das Volk das letzte Wort
Frauenfeld. Im Thurgau entscheidet das Volk darüber, ob der Kanton der interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Volksschule (HarmoS) beitritt.
Das Initiativkomitee hat am Freitag 4500 Referendumsunterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht.
Das Initiativkomitee wendet sich vor allem gegen die obligatorische Einschulung mit vier Jahren. Die Eltern sollten ein Mitspracherecht haben, wann sie ihre Kinder in den Kindergarten schicken, sagte Franziskus Graber, einer der Initianten am Freitag vor den Medien. Für ein Referendum sind im Thurgau 2000 Unterschriften notwendig. Das Komitee hat innerhalb von zwei Wochen mehr als doppelt so viele gesammelt.
Der Thurgauer Grosse Rat hatte im Dezember 2007 einstimmig den Beitritt zu HarmoS beschlossen. Obwohl sich SVP-Erziehungsdirektor Jakob Stark vehement gegen ein Referendum ausgesprochen hat, rechnet das Komitee mit Unterstützung aus den Reihen der SVP.
Im Kanton Luzern hat das SVP-nahe Initiativkomitee «HarmoS ist nicht harmlos» bereits ein Referendum eingereicht, in St. Gallen ist ein Referendum angekündigt.



























