«Im Dorf herrscht eine grosse Solidarität»

Herisau/AR. Beim Grossbrand im historisichen Kern des Ausserhoder Hauptorts Herisau ist ein Sachschaden zwischen drei und vier Millionen Franken entstanden. Seit heute suchen die Ermittler nach der Brandursache.

Die Ausserrhoder Behörden informierten am Mittwochnachmittag über die Folgen der Feuersbrunst, bei dem insgesamt fünf zum Teil unter Denkmalschutz stehende Häuser aus dem 18. Jahrhundert beschädigt wurden. Abgebrochen werden müssen die Häuser nicht, wie Ernst Bischofberger, Direktor der Gebäudeversicheung, sagte.

Im Laufe der nächsten Woche können die ersten der 35 evakuierten Personen in ihre Wohnungen zurückkehren. 18 Personen sind gegenwärtig bei Verwandten oder Freunden untergebracht, die anderen in Herisauer Hotels. Das Sozialamt der Gemeinde Herisau unterstützt die Leute mit Rat, Kleidern und bei Bedarf mit Geld.

Hans Stricker, Vize-Gemeindepräsident und Leiter des Führungsstabs in Herisau, sagte vor den Medien, im Dorf sei grosse Solidarität zu spüren. Einwohner wollten die vom Brand betroffenen Frauen, Männer und Kinder unterstützen.

Kleider würden gebracht und es sei ein Spendenkonto eingerichtet worden. Der Brand war am Dienstag kurz vor 15 Uhr im Keller eines fünfstöckigen Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Am frühen Abend standen bis zu 190 Feuerwehrleute aus Herisau, Gossau, Waldstatt, Schwellbrunn, Teufen, Gais und der Stadt St. Gallen im Einsatz, wie Roger Schläpfer, der den Grosseinsatz geleitet hatte, sagte.

Die beschädigten Häuser sind aneinander gebaut. Das erschwerte die Arbeit der Feuerwehrleute. Das Feuer konnte erst gegen 19 Uhr unter Kontrolle gebracht werden. Glück hatten die Einsatzkräfte insofern, als dass zur Zeit des Brands kein stürmischer Wind blies. Das wäre womöglich katastrophal gewesen, sagte Schläpfer.

Appenzell Ausserrhoden / 30.09.2009 - 14:31:08
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