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Ideen für die Zukunft

Olma. Die Avenir Suisse führt an der diesjährigen Olma einen Ideen-Wettbewerb durch. Der Sieger kann nach Neuseeland.

Vor rund einem Jahr hat die Avenir Suisse die Studie «Der befreite Bauer» publiziert. Darin wird skizziert, wie eine Landwirtschaft aussehen könnte, die von bäuerlichen Unternehmern geprägt ist. Der Bund würde sich aus der Versorgerrolle zurückziehen und wie für andere Branchen bloss die nötigen Rahmenbedingungen garantieren. Dazu sollen über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren der agrarische Grenzschutz und die noch verbleibenden Marktstützungen stufenweise abgebaut, die Direktzahlungen in konkrete Leistungsaufträge umgewandelt und reduziert und das bäuerliche Boden- und Pachtrecht weitestgehend aufgehoben werden.

Eine Plattform bieten
Die Reaktionen auf die Studie waren zahlreich und kontrovers. Aus bäuerlichen Kreisen und landwirtschaftlichen Medien war in erster Linie Kritik zu vernehmen. Dennoch hat Avenir Suisse gerade auch von Vertretern der Landwirtschaft positive Signale erhalten. Mit dem Stand an der Olma St.Gallen vom 11. bis 21. Oktober soll der Dialog fortgesetzt werden. Mehr noch: Avenir Suisse will Jungbauern eine Plattform bieten, um ihre Vorstellungen für eine erfolgreiche und zukunftsfähige Schweizer Landwirtschaft zu präsentieren.

Der Wettbewerb
Der Ideen-Wettbewerb richtet sich insbesondere an Jungbauern, denn in ihren Händen liegt die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft. Unter dem Motto «Wie würden Sie (land)wirtschaften?» werden innovative Vorschläge für eine erfolgreiche Landwirtschaft gesucht. Die Wettbewerbsteilnehmer können ihre Ideen vom 12. bis 19. Oktober von 10 bis 14 Uhr am Stand von Avenir Suisse (Halle 7.1 / Stand 9) in einer kurzen Präsentation vorstellen. In einem eigens dafür eingerichteten kleinen Videostudio werden die Präsentationen ausgezeichnet. Anschliessend wird eine fachlich versierte und prominente Person aus Landwirtschaft oder Politik die Videopräsentationen begutachten. Der beste Beitrag wird jeweils in der «Lucky Hour» von 16 bis 17 Uhr mit dem Tagespreis, einem Reisegutschein der SBB in der Höhe von 500 Franken, prämiert. Am 20. Oktober wird mit prominenten Gästen unter den Tagesgewinnern der Grosse Hauptpreis verlost: eine zweiwöchige Kuoni-Reise für zwei Personen nach Neuseeland.

Der Preis
Neuseeland ist seiner Naturschönheiten ein beliebtes Reiseziel für viele Schweizer, wohl nicht zuletzt, weil die Landschaft vielerorts an die Schweiz erinnert. Weniger bekannt ist, dass die Schweiz und Neuseeland nicht nur geographisch, sondern auch agrarpolitisch maximal voneinander entfernt sind. In den Berechnungen der OECD zu den bäuerlichen Einkommen erweisen sich die beiden Länder als Extreme. Die neuseeländischen Bauern erzielen fast ihr gesamtes Einkommen auf dem freien Markt. Die Schweizer dagegen beziehen etwa ein Drittel ihres Einkommens durch staatliche Unterstützung. Die neuseeländischen Bauern sind höchst erfolgreich im Export. Das Erfolgsrezept sind günstige natürliche Vorraussetzungen, die dank einer liberalen Agrarpolitik optimal genutzt werden können. Das Resultat ist eine Landwirtschaft, die nicht nur tierfreundlich und auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig ist, sondern auch den ökologischen Vergleich mit keinem anderen Land zu scheuen braucht.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 02.10.2007 - 10:07:00