
HSC Kreuzlingen korrigiert Fehlstart
Handball. Im sechsten Anlauf hat der HSC Kreuzlingen in der 1.-Liga-Meisterschaft erstmals in Appenzell gewinnen können.
Vor 400 Zuschauern setzte sich das Team von Roger Bertschinger verdient mit 25:21 (7:8) durch und korrigierte damit den Fehlstart beim 18:24 gegen Frauenfeld. Am nächsten Samstag (18.15 Uhr) gastiert das punktgleiche Kloten in der Kreuzlinger Egelseehalle.
Die Erleichterung war den Spielern, dem Trainer und dem Präsidenten nach dem Schlusspfiff in der Wühre-Halle im Gesicht abzulesen. Dank einer starken Abwehrleistung sowie einer deutlichen Steigerung im Angriff und Abschluss nach der Halbzeitpause konnte das heim- und kampfstarke Appenzell, welches ohne seinen verletzten Spielertrainer Rolf Erdin (ex-St.Otmar St.Gallen/NLA) antreten musste, doch noch in die Knie gezwungen werden. Nach dem Wiederanpfiff schien sich die Verkrampfung endlich gelöst und die Offensivblockade verflüchtigt zu haben, welche die Kreuzlinger in den ganzen 60 Minuten gegen Frauenfeld und auch in der ersten Halbzeit in Appenzell begleitet hatte. Der HSC demonstrierte am Samstag in der Wühre-Halle vor allem intakten Teamgeist und defensive Stabilität, mit einem wiederum starken Goalieduo Huber/Allenspach zwischen den Pfosten. Einen erfreulichen Einstand im Dress des HSCK feierte zudem Markus Pfeiffer. Der Ex-Schaffhauser sorgte auf der rechten Angriffsseite zusammen mit dem besten Kreuzlinger Feldspieler, Manuel Fehr (8 Tore), für viel Druck.
Ladehemmungen
Die erste Halbzeit war geprägt von solider Abwehrarbeit und meist erfolglosen Angriffsbemühungen. Kreuzlingen startete zwar gut und lag nach neun Minuten 3:0 vorne. Doch von da an passte offensiv auch bei den Thurgauern aber nicht mehr viel zusammen. Dafür trieb Torhüter Stefan Huber die Appenzeller mit seinen Paraden fast zur Verzweiflung. Bis zum ersten Appenzeller Torerfolg (10.) hatte er bereits sechs Schüsse blockiert. In den nächsten acht Minuten gelang aber auch dem HSCK kein einziger Treffer mehr, so dass Appenzell zum 4:5 aufschliessen konnte. Bis zur Pause verlief die Partie dann sehr ausgeglichen. Keines der beiden Teams konnte sich mit mehr als einem Treffer absetzen.
Spiel kippt
War Appenzell in der Schlussphase der 1. Halbzeit im Vorteil und führte 8:7, so erwischte Kreuzlingen den klar besseren Wiedereinstieg in die zweiten 30 Minuten. Nach zehn Zeigerumdrehungen hatten die Hafenstädter bereits gleich viele Treffer auf ihrem Konto, wie in der gesamten ersten Hälfte. Ab dem 12:12 zog der HSC kontinuierlich bis auf 13:17 (43.) weg. Appenzell war nicht mehr zu einer Reaktion in der Lage, weil es einerseits zu viele Strafen kassierte und sich andererseits die Kreuzlinger Verteidiger inzwischen besser auf dessen Angriffsspiel eingestellt hatte.
Die Gastgeber kamen in der Endphase nie mehr näher als bis auf zwei Treffer (16:18) heran und mussten Kreuzlingen schliesslich ziehen lassen. Philipp Zeuskes 19:23 in der 57. Minute war die Entscheidung. Die Besten im Team von Appenzell waren Roman Künzler mit neun und Martin Geisser mit fünf Toren, sowie Torhüter Andreas Masina, der vor allem in der ersten Halbzeit ganz stark hielt.
Appenzell – Kreuzlingen 21:25 (8:7)
Wühre. – 400 Zuschauer.
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Appenzell, 3mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Appenzell: Masina; Haltmann, Künzler (9/1), Inauen, F. Neff (2), Geisser (5/1), Langenauer (3), Christ, Rutz (2), Sutter.
Kreuzlingen: Huber (38.-43./ab 59. Allenspach); Bader (4), Fülöp (2), Briegmann (1), Fehr (8), Pfeiffer (3/1), Zeuske (5), Runge, Hallauer, Obert, Gacsalyi.
Bemerkungen: Huber und Allenspach halten je einen Penalty von Geisser (24./4:5 und 59./20:25), Massina einen von Fehr (28./6:6). – Time-outs: Appenzell (30./6:6 und 55./18:22), Kreuzlingen (24./4:5 und 57./19:23). – Appenzell ohne Spielertrainer Rolf Erdin (verletzt), Kreuzlingen ohne Baumann, Thoma (beide verletzt), Lesko und Urbanke (nicht im Aufgebot), Obert und Gacsalyi nicht eingesetzt.
Nächste Spiele: Kreuzlingen – Kloten (Sa, 19.9., 18.15 Uhr), SG Bruggen/Fides St. Gallen – Kreuzlingen (Sa, 26.9., 17.15 Uhr, Athletik-Zentrum).