«Hoptsach Gsond»
Leserbrief. Kantonsrat Martin Hostettler äussert in einem Leserbrief seine Empfehlung betreffend dem Rauchverbot im Appenzellerland.
Ich habe mich während den letzten Tagen bei einigen Personen nach Ihren Hauptanliegen im Leben erkundigt; die Gesundheit kam bei allen Befragten auf`s Podest. Das Rauchen wurde überhaupt nicht erwähnt. Weil den Bürgerinnen und Bürgern von Ausserrhoden die Gesundheit ein wichtiges Anliegen ist, wurde das neue Gesundheitsgesetz ausgearbeitet. Beim genauen Betrachten der Gesetzesvorlage spürt man hinter den einzelnen Artikeln deutlich: Jede Person, ob klein oder gross, jung oder alt, krank oder noch gesund, soll vor gesundheitsschädigenden Einflüssen geschützt werden.
Der Schutz vor dem Passivrauchen in allen öffentlichen Bereichen gehört aus meiner Sicht klar in ein fortschrittliches Gesundheitsgesetz. Ein Gesundheitsgesetz, das wissenschaftlich erwiesene, gesundheitsschädigende Einflüsse nicht berücksichtigt, wäre doch nicht vollständig. Einzelne Bereiche wie beispielsweise die Gastronomie hier auszuklammern, scheint mir inkonsequent. Unsere Kinder und Jugendlichen sollen in Schulen geschützt werden, in Restaurants und Gastrobetrieben jedoch, werden sie von ihren erwachsenen Vorbildern wieder eingenebelt.
Über den Atem sind wir mit der Aussenwelt am intensivsten verbunden. Sorgen wir doch dafür, dass uns Ausserrhödlern und auch unseren Gästen im Kanton, das Atmen möglichst leicht fällt: zweimal Ja, mit Schutz vor Passivrauchen in der Gastronomie. Martin Hostettler, Kantonsrat,
Herisau



























