Hoffen auf einen schneereichen Winter

Urnäsch. Kürzlich fand die diesjährige Generalversammlung der Skilift Urnäsch AG im Skihaus auf der Osteregg statt.

Der Urnäscher Skilift war im Winter 2007/08 an 19 Tagen in Betrieb und konnte Einnahmen von etwas mehr als 26 000 Franken verzeichnen. Nach Rückstellungen von 10 000 Franken für einen allfälligen Umbau des Skihauses auf der Osteregg schliesst die Jahresrechnung mit einem Ausgabenüberschuss von 900 Franken ab.

Zur 61. Generalversammlung der Skilift Urnäsch AG konnte Präsident Reto Rohner dieser Tage im Skihaus Osteregg 41 Aktionäre und Aktionärinnen begrüssen. Die ordentlichen Traktanden warfen keine grossen Wellen und wurden alle im Sinne des Vorstands erledigt. Traditionell liessen sich die Anwesenden vor der Behandlung der Versammlungsgeschäfte «Gschwellti ond Chäs» munden und konnten sich dabei davon überzeugen, dass sich das neue Osteregg-Wirteehepaar Monika und Benj Ramel schon gut eingelebt hat.

Motiviertes neues Wirteehepaar
Nachdem an der Skilift-Generalversammlung vor Jahresfrist beschlossen worden war, das Skihaus auf der Osteregg in Zukunft als Ganzjahresbetrieb zu führen, entschloss sich das Wirteehepaar Hedi und Hansueli Alder die Verantwortung für das Skihaus am Ende der Saison 2007/08 abzugeben. Während 22 Jahren hatten sie die Wirtschaft bei der Bergstation des Skilifts auf 1080 Metern über Meer in den Wintermonaten engagiert geführt. Man habe die Alders als langjährige, verständnisvolle und pünktlich zahlende Pächter sehr geschätzt, sagte Skiliftpräsident Reto Rohner und dankte Hedi und Hansueli Alder im Namen der Skilift Urnäsch AG herzlich für den jahrelangen Einsatz im Skihaus Osteregg.

Das neue Wirteehepaar Monika und Benj Ramel aus St.Peterzell habe seine neue Aufgabe hochmotiviert und mit vielen Ideen am 1. November angetreten und man sei überzeugt, aus den zahlreichen Interessenten mit den Ramels die richtige Wahl getroffen zu haben. Ein Wermutstropfen bildet zurzeit noch die Tatsache, dass die Skilift Urnäsch AG bis heute noch kein Fahrrecht zum Skihaus hat. Skiliftpräsident Reto Rohner zeigte sich aber zuversichtlich, dass dieses Problem auf der Basis von gegenseitiger Wertschätzung und Vernunft noch gelöst werden kann.

Aus dem Jahresbericht
Der Start in die Wintersaison 2007/08 gab beim Skilift Urnäsch Anlass zu Optimismus, stellt Verwaltungsratspräsident Reto Rohner in seinem an der Generalversammlung vorgetragenen Jahresbericht fest. Bereits Mitte November lag genügend Schnee und daraus resultierten am ersten Wochenende Superfrequenzen. Anschliessend war der Lift – erstmals seit mehr als 20 Jahren wieder einmal – über Weihnacht/Neujahr voll in Betrieb. Bereits in den ersten Januartagen war dann aber Schluss und erst der Frühlingsschnee erlaubte am 26. März nochmals eine kurze Wiederinbetriebnahme.

Aus den insgesamt 19 Betriebstagen resultierten Einnahmen von 26 400 Franken, womit der Durchschnitt der letzten fünf Jahre deutlich verfehlt wurde. Neben den in einer normalen Saison üblichen Ausgaben wurden noch 10 000 Franken für einen allfälligen Umbau bzw. dringliche Renovationsarbeiten des Skihauses Osteregg zurückgestellt. Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem kleinen Verlust von rund 900 Franken ab.

Mit Ausnahme eines Wellenbruchs am Pistenfahrzeug verlief der Skiliftbetrieb im vergangenen Winter problemlos. Präsident Reto Rohner dankte dem langjährigen Betriebsleiter Christoph Raschle und seinem treuen Helfer Sepp Frei für das umsichtige Engagement. Abschliessend wies der Skiliftpräsident auf die Bedeutung hin, welche der Skilift und auch der Ponylift für die skifahrende Bevölkerung, insbesondere aber für die Jugend von Urnäsch hätten.

Darum sei es erfreulich, dass die Skilift Urnäsch AG immer wieder auf vielseitige Unterstützung zählen dürfe, sei es durch Sponsoren oder durch Freiwilligenarbeit. Mit einem Dank an alle, die den Skilift Urnäsch unterstützen und der Hoffnung auf einen schneereichen Winter wurde Generalversammlung offiziell beendet.

Appenzell Ausserrhoden / 28.11.2008 - 07:56:00
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