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Hochbetrieb beim Ausserrhoder Zivilschutz

Die Aufträge für den Ausserrhoder Zivilschutz häufen sich: Im Mai hat ein Hochbetrieb begonnen.

Seit Wochen sind immer wieder kleinere und grössere Gruppen von Schutzdienstpflichtigen anzutreffen. Sie sind in allen Kantonsteilen mit unterschiedlichsten Arbeiten beschäftigt. Ab kommender Woche heisst es erneut: Anpacken zu Gunsten der Gemeinschaft! Der Zivilschutz unterstützt das Eidgenössische Volkstanzfest und das Kantonale Turnfest. Im Juli geht es ebenfalls in Herisau mit dem kantonalen Schwingfest weiter. Abgerundet wird das „Fest“-Programm im August mit Einsätzen am Schwägalp-Schwinget, beim Kinder-Openair in Urnäsch und im Herbst mit der HEMA in Herisau. Die Aufgaben sind sehr unterschiedlich: Sie reichen von Auf- und Abbauarbeiten über Transportdienste bis zu Betreuungs- und Verkehrsaufträgen.

Anspruchsvolle Übungen
Im Mai waren die vier Kompanien der Zivilschutzorganisation ein erstes Mal gestaffelt während drei Wochen im Einsatz. Ein Höhepunkt war die Beteiligung an der militärischen Übung SOCCORSO. Zivilschützer bereiteten den zu Hilfe eilenden Soldaten des Katastrophenhilfebataillons 4 den Weg. Leicht war ihnen die Sache nicht gemacht worden. Auf 400 Metern war die Staatsstrasse Zürchersmühle-Chrombach bis zu fünf Meter hoch mit umgestürzten Bäumen verrammelt. Ein Kilometer weiter musste in einem Tag-und-Nacht-Einsatz ein Brückenprovisorium beim Rest. Bömmeli, Hundwil vorbereitet und zusammen mit der Armee installiert werden. Rund 50 Zivilschützer waren in Schichten während drei Tagen und zwei Nächten an der Arbeit – ein Engagement, das den Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Rund zwei Wochen später unterstützten engagierte Zivilschützer dem Gemeindeführungsstab Trogen in der Feuerwehr-Übung „Füür & Flamme“. Eine weitere solche Übung mit den Partnerorganisationen im Bevölkerungsschutz wird im Oktober in Wolfhalden stattfinden – in verdichteter Form wird stets die anspruchsvolle Hilfeleistung für den örtlichen Krisenstab trainiert.

Immer wieder Neues
Die Sanierung von Wegen und Stegen sowie prophylaktische Holzräumungsarbeiten in unzugänglichen Bachtobeln gehören zu den Routineaufgaben des Ausserrhoder Zivilschutzes. In Ausserrhoden ist dieses Jahr den Anliegen von zehn Gemeinden plus diversen Aufträgen des Kantons Rechnung zu tragen – hier finden sich wieder neue Herausforderungen. Für die Renovation der historischen und kantonal bedeutsamen Steinbogenbrücke in Wald legte der Zivilschutz eine kostenlose Telefon-Kabelverbindung zur Baustelle. So ist die Kommunikation in einem Gebiet ohne Mobiltelefon-Empfang bis in den Herbst hinein sicher gestellt. Zudem wurde ein Brückenprovisorium gebaut.

Bereits zum zweiten Mal setzte der Zivilschutz zu Gunsten der Feuerwehr Taucher für die Kontrolle von unterirdischen Löschwasser-Reservoirs ein. In der Gemeinde Lutzenberg wurden acht solche randvoll gefüllten Feuerroosen geprüft. Mit dieser Methode wird gewährleistet, dass die Löschwasserreserven insbesondere in abgelegenen Gebieten zu jeder Zeit verfügbar bleiben.

Zweites WK-Fenster im Herbst
Der Zivilschutz sucht seine Einsätze in sogenannten Zeitfenstern zu bündeln. Ein erstes solches Fenster wird jeweils im Mai/Juni angelegt, das zweite im September/Oktober. Die Organisation ist bestrebt, den Dienst für die Schutzdienstpflichtigen so gut als möglich planbar zu machen und einen gewissen Rhythmus in die jährlichen Wiederholungskurse zu bringen. In Anbetracht der vielen Einsätze zu Gunsten der Gemeinschaft (vor allem bei Grossanlässen) ist dies aber nur bedingt möglich.


Neuer Kommandant
Der Ausserrhoder Zivilschutz zählt derzeit rund 600 aktive Schutzdienstpflichtige. Sie sind in vier Kompanien eingeteilt. Die Kompanie II, beheimatet in Teufen und zuständig für die Mittelländer Gemeinden, haben einen neuen Kommandanten: Samuel Signer, 34 Jahre alt, ein Herisauer und ehemaliger Instruktor der Schweizer Armee. Im Mai führte er erstmals seine Kompanie im WK.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 05.06.2008 - 13:15:00