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Hoch-Risiko-Spiel prognostiziert

Verantwortliche des FC St. Gallen zeigen sich nach den Ausschreitungen in Bellinzona besorgt. Die Stadtpolizei erliess ein massiv höheres Aufgebot.

Im Hinspiel der Barrage in Bellinzona verrichteten wütende Fans des FC St. Gallen einen Sachschaden von gegen 30 000 Franken. Nicht auszudenken, welcher Frust sich heute Abend bei den Espenfans im Falle einer Niederlage, der den Abstieg in die Challenge League bedeuten würde, anbahnen und in der Stadt entladen könnte.

Höheres Polizeiaufgebot
Im Stadion ist der FC St. Gallen selbst für die Sicherheit zuständig. Die St. Galler Stadtpolizei steht aber mit einem grösseren Aufgebot vor Ort. Sie beobachtet den Spielverlauf und vor allem den Spielausgang kritisch. Wie viel höher das Aufgebot im Vergleich zu anderen Matches sein wird, verriet Petra Ludewig von der Informationsstelle der Stadtpolizei aus polizeitaktischen Gründen nicht. Sie versichert aber: „Wir haben verschiedene Szenarien durchgespielt und sind gut vorbereitet.“

Im Einsatz steht der Ordnungsdienst der Stadtpolizei. Polizisten in Uniform sollen zudem mit ihrer Präsenz präventiv wirken. Im Verkehr dürfte es laut Informationsstelle zu keiner übermässigen Belastung kommen: „Das Stadion ist ausverkauft, wie in den letzten Monaten auch. Da wird sich verkehrsmässig nicht viel ändern“, so Petra Ludewig.

Stadion überwacht
Gerold Hochreutener, der Sicherheitschef des FC St. Gallen, spricht von einem «High-Risk-Spiel» – einem «Hoch-Risiko-Spiel». In und um das Stadion sei ein verstärktes Sicherheitsdispositiv vorgesehen.

Das Stadion wird rund um die Uhr überwacht – gegen Souvenirjäger und Anhänger, die Knallkörper im Stadion verstecken wollen. Vor dem Spiel wird das Espenmoos dann nochmals durchsucht.

Sektorentrennung verstärkt
Die Sektorentrennung wird verstärkt, um den sogenannten Sektoren-Tourismus zu verhindern. «Es geht uns in erster Linie um die Sicherheit der Matchbesucher», sagt Hochreutener, der auch bei der Feuerwehr ein grösseres Aufgebot veranlasst hat.

Stadionverbot nicht möglich
Gegen jene St. Galler Fans, die im Barrage-Hinspiel in Bellinzona am Samstag einen Zaun im Stadio comunale niedergerissen haben, sind dem FC St. Gallen die Hände gebunden. «Stadionverbote aufgrund des Spiels im Tessin kann nur die AC Bellinzona aussprechen», sagt Hochreutener.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 20.05.2008 - 14:59:00