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Historischer Tiefstand bei Zahl der Strassenverkehrsopfer

Frauenfeld/TG. Die Sicherheitslage im Thurgau ist weiter stabil. 2008 sank die Zahl der Verkehrstoten gemäss Bilanz der Kantonspolizei Thurgau auf den Stand von 1945.

«Im Thurgau kann sich die Bevölkerung nach wie vor sicher fühlen. Die Kantonspolizei setzt alles daran, dass es weiterhin so bleibt», erklärte Polizeikommandant Hans Baltensperger.

Mit 7’224 Delikten im Jahr 2008 gegenüber 7’179 Delikten 2007 ist die Sicherheitslage im Thurgau weiter stabil und gut. Der Anstieg um 0,6 Prozent liegt im Zufallsbereich und ist kein Trend, sagte der Chef der Kriminalpolizei, René Ambord, bei der Präsentation der Bilanz 2008.

Rückläufig war der Diebstahl mit 3249 Delikten (2007: 3547). Alleine die Einbruchdiebstähle sanken um 17 Prozent auf 1139 (1372). Mit 149 Fällen wurden über ein Drittel weniger Körperverletzungen registriert. Weiter gab es weniger Nötigungen, Vergewaltigungen, Veruntreuungen und Tötungsdelikte. Zugenommen haben unter anderem Raubüberfälle, Erpressungen, Drohungen, Unzuchtsdelikte, Betrugsfälle und Brandstiftungen.

Gleich wie 2007 wurde 2008 im Thurgau alle 73 Minuten ein Straftatbestand erfüllt. Die aufgeklärten Delikte verübten 59 Prozent Schweizer und 41 Prozent Ausländer. Tatverdächtig waren 32,4 Prozent Jugendliche bis zum 17. Altersjahr, 21,4 Prozent junge Erwachsene (18 bis 24 Jahre) und 46,2 Prozent Erwachsene. Mit dem Rückgang jugendlicher Tatverdächtiger bei den Gewaltdelikten wird Jugendgewalt als derzeit nicht auffällig eingestuft.

Zum fünften Mal in Folge passierten 2008 auf Thurgauer Strassen weniger Unfälle. Die Kantonspolizei registrierte 1533 (2007: 1544) Unfälle mit einem Gesamtschaden von 13,8 Millionen Franken. 9 (11) Menschen starben 2008 im Strassenverkehr. Dies ist der tiefste Stand seit Ende des zweiten Weltkriegs. Die Zahl der Verletzten stieg zwar auf 848 (818). Dafür ging die Zahl der Schwerverletzten auf 75 (89) zurück – dies ist der tiefste Wert seit zehn Jahren.

Wie 2007 waren die Hauptunfallursachen Unaufmerksamkeit, Missachtung des Vortritts sowie nicht angepasste Geschwindigkeit und Trunkenheit. Erneut verursachte die Gruppe der 18- bis 20-Jährigen die meisten Unfälle. Zwei Drittel der Unfälle ereigneten sich innerorts.

Von 170 auf 198 stieg 2008 die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss. Die Blutwerte lagen zunehmend im Bereich von 0,5 bis 0,99 Promille. Insgesamt 605 (518) Personen mit 0,8 Promille und mehr zog die Kantonspolizei aus dem Verkehr. Von 0,5 bis 0,79 Promille ging die Zahl der Verzeigungen auf 166 zurück (191) «Die präventive Wirkung des 0,5 Promille- Alkoholgrenzwertes scheint zu bröckeln», erklärte Fritz Hefti, Chef der Verkehrspolizei.

Erfreulich ist für Heinz Bachmann, Chef Aussendienste der Kantonspolizei Thurgau, die Entwicklung bei der Häuslichen Gewalt: «Zum ersten Mal seit Einführung der statistischen Erfassung registrieren wir einen Rückgang der polizeilichen Interventionen.» Im letzten Jahr waren 802 Interventionen notwendig (2007: 885). Dabei wurde gegen 89 Männer und 8 Frauen eine Wegweisung verfügt. «Diese Massnahme wird gut akzeptiert», so Bachmann.

ThurgauThurgau / 24.03.2009 - 11:06:00