Hirschberg-Antenne in Frage gestellt
AI. Die Standeskommission möchte, dass die Swisscom den Antennen-Standort Hirschberg neu überprüft.
Am 28. Februar fand in Anwesenheit von Vertretern der Standeskommission, Vertretern von Swisscom Broadcast und Swisscom Mobile sowie Anwohnern der Antenne Hirschberg eine Besprechung hinsichtlich des weiteren Betriebes der Sendeantenne Hirschberg statt.
Dabei wurden unter anderem vier von den Anwohnern der Antenne Hirschberg gestellte Fragen in technischer Hinsicht von den Vertretern von Swisscom beantwortet.
Standeskommission nimmt Befürchtungen ernst
Die Standeskommission hat sich nach Zustellung der Gesprächsnotiz über diese Besprechung einmal mehr mit den im Zusammenhang mit den modernen Kommunikationssystemen aufkommenden Fragen eingehend auseinandergesetzt und ihre Erwartungen gegenüber den Betreibern der Antenne Hirschberg zum Ausdruck gebracht.
Obwohl die Standeskommission auf die Festlegung der Antennenstandorte insofern keinen Einfluss hat, als sich diese grundsätzlich nach den technischen Möglichkeiten zu richten haben, und die Betreiber von Mobiltelefon-, Radio- und Fernsehanlagen über eine Konzession des Bundes verfügen, nimmt die Standeskommission die Befürchtungen der Bevölkerung in Bezug auf die Belastung durch nicht ionisierende Strahlen sehr ernst und tut im Rahmen des ihr Möglichen alles, um allfällige Beeinträchtigungen durch Antennenanlagen zu minimieren oder zu eliminieren.
Standort Hirschberg fragwürdig
Die Standeskommission vertritt in diesem Sinne die Meinung, dass der Standort der Antenne Hirschberg in Frage zu stellen ist, wenn andere Lösungen möglich sind. Dabei ist sie sich im Klaren darüber, dass es nicht darum gehen kann, unabdingbare Nebenwirkungen und Belastungen einfach zu verlagern. Ziel muss es vielmehr sein, allfällige negative Begleiterscheinungen möglichst tief zu halten oder diese zumindest möglichst gleichmässig zu verteilen.
Die Standeskommission ersucht daher Swisscom Broadcast, unter Beachtung der Randbedingungen Technik, Konzeption und Abdeckung, generell zu prüfen, wie die Versorgung des Kantons Appenzell Innerrhoden ohne Nebenwirkungen für die Bevölkerung am besten sichergestellt werden kann. Dabei soll aufgezeigt werden, ob andere konzeptionelle Ansätze vorhanden sind und mit welchen Folgen diese verbunden wären.
Weitere Artikel zu diesem Thema:
– Chlosterspitz, AI: «Swisscom plant 50-Meter-Antenne», (25.04.2007)
– Gais: «Bereits Ärger wegen Handyantenne», (26.02.2007)
– Speicher: «Speicher soll Handy weniger benutzen», (23.02.2007)



























