Hilfsverein eröffnet Kreativatelier
Herisau. Der Appenzellische Hilfsverein eröffnete eine Tagesstätte mit Arbeitsplätzen für Menschen mit psychosozialen Schwierigkeiten.
Zahlreiche Gäste waren gekommen um das neue Arbeits- und Kreativatelier des Hilfsvereins im alten Kindergarten an der Neuen Steig zu eröffnen: Klienten, Mitglieder des Hilfsvereins, Vertreterinnen von Institutionen und von politischen Behörden.
Unter ihnen auch Regierungsrat Dr. Matthias Weishaupt. In seiner Ansprache stellte er die Eröffnung der Tagesstätte in den Kontext des Jubiläums des Psychiatrischen Zentrums Appenzell Ausserrhoden (PZH), an dessen Gründung der 130 Jahre alte Hilfsverein massgeblich mitgewirkt hatte.
Er verwies auf die lange Geschichte der Hilfe für psychisch kranke Menschen, die zahlreiche Institutionen hervorgerufen hatte, damit Menschen weniger am Rand der Gesellschaft gedrängt werden. So schrieb der Hilfsverein mit an der Geschichte der Psychiatrie im Kanton.
Auf die Bedeutung der Arbeit wies Norbert Hochreutener, der Präsident des Hilfsvereins hin. Sie gehöre zur Identität des Menschen. „Arbeit integriert.“ Während des 125-Jahr-Jubiläums sei die Idee entstanden für einen Raum, „wo man hingehen kann, wo jemand ist und wo man etwas tun kann.“
Dieser Raum sei offen für Menschen, die selbst den Ansprüchen einer geschützten Werkstätte nicht gerecht werden können. Sie sollen hier ein niederschwelliges Angebot finden. Zusammen und nicht etwa in Konkurrenz mit andern Institutionen wie Tosam oder Dreischiibe entstand so das Arbeits- und Kreativatelier.
„Dies soll ein offener Ort sein, offen für alle, unkompliziert, unbürokratisch.“ sagte Norbert Hochreutener und weiter: „Hierher kann man kommen, mit dem, was man kann und was man ist. Das soll gefördert werden.“ Das Atelier will die Eigenverantwortung stärken und die Arbeitsfähigkeit. Aber es soll auch ein Raum sein, „wo jemand ist und man einen Kaffee trinken kann.“
Die Leitung des Arbeitsateliers obliegt Valeska Bänziger. Dort werden Produkte für die Heimstätte Wil hergestellt. Im Obergeschoss befindet sich das Kreativ-atelier, dort kann unter der Anleitung von Verena Zimmermann kreativ gearbeitet werden, oder einer eigenen Sache nachgegangen werden. Die Gesamtkoordination übernahm Michael Higi.
Wie Michael Higi ausführte, wird das Arbeitsatelier von 15 Arbeitenden benutzt. Einige arbeiten zwei andere mehr Stunden. Im Kreativ-atelier sind sieben bis acht Personen beschäftigt



























