Hilfe bei Behandlungsfehlern durch Tierärzte
TG. Der Tierschutzverband (TTSV) richtet eine Anlaufstelle ein für Menschen, die Hilfe suchen im Zusammenhang mit vermuteten Fehlbehandlungen von Tieren durch Tierärzte.
Wie TTSV-Präsident Reinhold Zepf heute vor den Medien ausführte, ist dem TTSV schweizweit keine weitere solche Anlaufstelle bekannt. Finanzieren will der TTSV seine neue Dienstleistung über Spenden und Legate.
Auf dem eigens dafür eingerichteten Konto sei bereits ein fünfstelliger Betrag einbezahlt worden. Beim TTSV soll künftig ein dreiköpfiger Ausschuss darüber entscheiden, ob und wie in Fällen vermuteter Fehlbehandlungen vorgegangen werden solle.
Fünf bis zehnmal pro Jahr
Bisher haben laut Zepf jährlich fünf bis zehn Tierbesitzerinnen und -besitzer wegen vermuteter Falschbehandlungen ihrer Tiere durch einen Tierarzt Hilfe beim TTSV gesucht. Bekannt sei auch, dass es im Kanton bereits mehrere Gerichtsverfahren gegeben habe.
Gefragt worden sei bisher auch schon nach juristischer Hilfe oder Kostenbeteiligung für Nachbehandlungen. Der TTSV sei auch schon aufgefordert worden, vor bestimmten Tierärzten zu warnen.
Zusammenarbeit mit Tierärzten und Juristen
Bisher habe der TTSV die Leute jeweils an die Justizbehörden oder den Kantonstierarzt verwiesen. Neu habe der TTSV jetzt den Ausschuss für Tierpatientenschutz eingerichtet.
Dieser nehme Meldungen und Anfragen für Abklärungen entgegen. Bevor über das weitere Vorgehen entscheiden werde, sollen die Dossiers Vertrauenstierärzten und/oder -juristen vorgelegt. In berechtigten Fällen könne sich der TTSV an den Kosten für Nachbehandlungen, Gutachten oder an Rechtskosten beteiligen.



























