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Herbststimmung am Jodlerobed

Herisau. Über das letzte Wochenende hat der Jodlerclub «Alpeblueme» Herisau zum traditionellen Jodlerobed ins «Casino» eingeladen.

Mit einem der Jahreszeit ansprechenden Liederprogramm unter dem Motto «Herbst» und dem Gastverein Jodelchörli Zulgtal respektive «Buebechörli» Stein wurden die Erwartungen der Zuschauer in reichem Masse erfüllt.

Der Jodlerclub Alpeblueme Herisau hielt auch am diesjährigen Jodler-Obed im «Casino» an Traditionellem fest, was auch beim Liederprogramm zum Ausdruck kam. Jodellieder von Fred Kaufmann, Dölf Mettler und dem erst kürzlich verstorbenen Ruedi Rymann, wechselten sich mit sennischen Zäuerli ab. Auch dieses Jahr war ein Gastverein eingeladen; das aus Thun-Steffisburg stammende Jodelchörli Zulgtal und das «Buebechörli» Stein (Sonntag) bereicherte zusätzlich den Unterhaltungsabend. Zwischendurch sorgte die Kapelle «Moos am Rogge» für bodenständige Unterhaltung und spielte nach dem Programm zum Tanze.

In seiner Begrüssung streifte Präsident Niklaus Koster drei Bereiche: Ein besonderer Gruss galt den Ehren- und Passivmitgliedern sowie den zahlreichen Vereinsdelegationen. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, um sich bei den Gönnern und den Helfern, die zum guten Gelingen beigetragen haben, zu bedanken. Unter der musikalischen Leitung von Bruno Inauen, dem zum 40. Geburtstag gratuliert wurde, hatten die Jodler ein Programm zusammengestellt, das beim Publikum Anklang fand und den hohen Erwartungen entsprach. Entsprechend dem Motto war auch die Stimmung mit Waldhütte und Hochsitz für die Jagd.

Jodellieder und Zäuerli
Den Abend eröffnete musikalisch die bekannte Kapelle «Moos am Rogge», während der Jodlerclub Alpeblueme mit Jodellieder und Zäuerli die Erlebnisse des Herbstes und der Jagd gesanglich umsetzte. Mit zum Motto «Herbst» passenden Liedern stimmte der Jodlerclub «Alpeblueme» die Besucher auf den Abend ein. Eingangs wurde das zur Jahreszeit passende Jodellied «Abschied vo de Alp» von Dölf Mettler stimmungsvoll vorgetragen und mit dem traditionellen Schellezäuerli stellte sich der Jodlerclub Alpeblueme dem Publikum vor und hatte sofort die Herzen der Besucher erobert. Was wäre ein Jodlerobed ohne Schelleschötte, dass dies der Jodlerclub Alpeblume aufs Beste versteht, zeigte es mit Peter Ammann und Markus Koller als Vorjodler und den beiden Sennen Niklaus Koster und Ueli Roth zu Beginn der Unterhaltung.

Die Vorjodler mit ihren klangvollen Stimmen wurden im Zäuerli durch den Chor gefühlsvoll, harmonisch und sauber begleitet. Das anspruchsvolle Liederprogramm, das hervorragend auf den Herbst und die Jagd abgestimmt waren und die sauber vorgetragenen Zäuerli fanden beim Publikum Anklang, so dass der Jodlerclub Alpeblueme viel Applaus ernten konnte.

Mit dem traditionellen Beckizäuerli sorgten die Jodler für einen würdigen Abschluss des Jodlerobeds. Beim Schellezäuerli wie beim Beckizäuerli wurde ein ausgewogenes Klangverhältnis zwischen dem Schellenklang respektive dem kreisenden «Fünffränkler» und den Chorstimmen erzielt. Die Jodler verabschiedeten sich mit «Winter» von Fred Kaufmann, wobei der tanzende Schneefall und die Jodler in ihrem «gelben Schlotten» die bevorstehende kalte Jahreszeit ankündeten.

Beeindruckende Gruppenvorträge
«En Jeger see» von Dölf Mettler und «Ä g’fährliche Jeger» von Ruedi Rymann, gaben Markus und Silvia Koller auf eindrückliche Art zum Besten. Begleitet wurde sie auf dem Akkordeon von Heidi Meier. Auch das Quartett Thomas Stark, Peter Ammann, Wilhelm Oertle und Walter Schiess zeugte mit ihrem Vortrag «Uf de Gemsjagd» von Dölf Mettler und «Ein Tiroler» von höher gesanglicher Qualität. Für beide Formationen war es eine Premiere vor einheimisches Publikum aufzuwarten.

Jodelchörli Zulgtal und Buebechörli Stein als Gäste
Einen guten Griff hatte man mit den Gästen vom Berner Oberland, dem Jodelchörli Zulgtal mit zwei Frauen in der Gotthelf-Tracht und den sechs Jodler im «Chüermutz» getan. Mit traditionellen Naturjodel, Juiz und Jodellieder von bekannten Komponisten – Ruedi Rymann, Franz Stadelmann, Jakob Hummel und Emil Herzog – gaben sie eine Kostprobe ihres gesanglichen Könnens. Am Sonntagnachmittag trat das «Buebchörli» aus Stein als Gast auf. Dabei ist es immer wieder eine Freude, junge, mehrheitlich noch ungebrochene Stimmen zu hören. Stürmischen Beifall erntete das «Buebechörli» für seine Zäuerli und Jodellieder und hinterliess einen ausgezeichneten Eindruck. Abgeschlossen wurde die Unterhaltung mit einem Naturjodel, gemeinsam dargeboten vom Jodelchörli Zulgtal und der «Alpeblueme», wobei natürlich Zugaben nicht fehlen durften.


Sehen Sie hier die Bildergalerie zum Anlass


Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 28.10.2008 - 09:46:00