«Herausforderung verniedlicht»
Leserbrief. Die Gewerkschaften verniedlichen die demografische Herausforderung: Dieser Meinung ist ein Leser mit Blick auf die AHV-Initiative.
Es komme nicht auf die Zahl der Erwerbstätigen und Rentner an, sondern auf das Produktivitätswachstum und den Fleiss der Arbeitenden. So verniedlichen die Gewerkschaften die demografische Entwicklung. Wird es wirklich nicht zum Problem, wenn im Jahr 2035 nur noch 2 Erwerbstätige eine Rente finanzieren müssen im Unterschied zu heute mit 3,7? Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat eine interessante Berechnung angestellt. Wollte man die Renten der geburtenstarken Jahrgänge, die demnächst pensioniert werden, allein mit dem Wirtschaftswachstum finanzieren, müsste dieses real um rund 4 Prozent zunehmen. Da kommen mir die über zehn Jahre mit Nullwachstum oder 1 Prozent in den Sinn: 1991-2002. Damals mussten das Frauenrentenalter um zwei Jahre erhöht und ein Mehrwertsteuerprozent eingeführt werden, um die AHV zu sanieren…Da ist es mir lieber, es bleibt wie es ist, dafür aber auf sicher. Ansonsten sehen wir einer Mehrwertsteuererhöhung in unbekanntem Ausmass entgegen. Eine höhere Mehrwertsteuer gefährdet Arbeitsplätze. Deshalb sage ich Nein zur AHV-Initiative.



























