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Hema: Führungslos in die Zukunft?

Herisau. Die Hema braucht einen neuen Präsidenten. Dieser sollte die Hema 2008 über die Bühne bringen – und dafür sorgen, dass der Anlass darüber hinaus Zukunft hat.

Überraschend gab der Präsident der Herbstmarkt-Ausstellung, Stefan Waldburger, vor wenigen Tagen seinen Rücktritt bekannt. Er hatte dem Organisationskomitee der Herbstausstellung nur ein Jahr lang vorgestanden, nachdem er damals die Nachfolge des legendären Heini Bertschinger angetreten hatte. Gesundheitliche und berufliche Gründe, so die Mitteilung aus den Reihen der Hema, hätten zum Rücktritt geführt.

Neuer Rhythmus
Damit beginnt für die Hema-Verantwortlichen die mühselige Suche nach einem neuen «Kopf» bereits wieder von neuem. Und das in einer schwierigen Phase. Vor einiger Zeit war die Entscheidung gefallen, das Jahr 2007 im Hema-Kalender ausfallen zu lassen, 2008 wieder eine Hema durchzuführen und danach ganz auf den Zwei-Jahres-Rhythmus umzustellen.

Diese Massnahme wird offenbar durch das Ergebnis einer «Markt- und Bedürfnisanalyse» der Fachhochschule St.Gallen gestützt, welche die Hema in Auftrag gegeben hatte. Jedenfalls ist die Rede von einem «durchwegs positiven Schluss», wobei nicht klar wird, ob sich diese Schlussfolgerung auch auf den neuen Rhythmus bezieht. Die Analyse bilanziere, die Hema sei ein «regionaler Topanlass für Aussteller wie Besucher», das Konzept stimme. Empfohlen würden lediglich «punktuelle Anpassungen».

Profis gefragt?
Tatsache ist aber, dass das Hema-OK 2007 die Segel streichen musste, weil sich zu wenig Aussteller fanden. Viele Firmen sind offenbar «messemüde» oder scheuen den doch grossen Aufwand, Jahr für Jahr eine neue Präsentation auf die Beine zu stellen. Ob sich dieses Problem durch den Rhythmus von zwei Jahren einfach lösen lässt, wird sich zeigen. Tatsache ist, dass Regionalmessen ganz generell boomen, sei es im Rheintal, im Wil oder im Toggenburg. Dort wird das Angebot tendenziell ausgebaut statt verdünnt, an Ausstellern mangelt es nicht. Meist aber handelt es sich um professionell betreute Messen, hinter denen Event-Agenturen stecken.

Die Ehrenamtlichkeit, wie sie demgegenüber in Herisau gelebt wird, ist zwar sicherlich sympathisch, dürfte aber an ihre Grenzen stossen, wenn es darum geht, die Veranstaltung neu zu positionieren. Und genau das wäre angebracht. Denn die Hema ist als Volksfest ein sicherer Wert in Herisau, der reine Ausstellungsteil hingegen hat lange kaum Änderungen erfahren und wirkte allmählich hausbacken. Das kann zum Teil sicherlich wettgemacht werden, indem die Aussteller selbst mehr Ideen und Mittel in ihre Stände investieren; gleichzeitig muss sich aber auch das Messe-Umfeld in diese Richtung entwickeln.

Vom 25. bis 28. September 2008 findet die nächste Hema statt. Sollte sich nicht schon bald ein neuer Hema-Präsident finden, müsste wohl eine Übergangslösung für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Prädestiniert dafür wäre wohl Waldburgers Vorgänger. Doch ob dieser die grosse Arbeit noch einmal auf sich nehmen möchte?


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