Helfer für Euro 2008 gesucht
Die Fussball-EM hautnah miterleben: Dieser Traum wird für 5000 Schweizer wahr. So viele freiwillige Helfer werden an der Euro 2008 eingesetzt.
Für die EURO 2008 werden in der Schweiz rund 5000 freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht. Sie können sich ab sofort anmelden. Die so genannten Volunteers werden in Bereichen wie Empfang, Gästebetreuung oder Transport eingesetzt.
Eine erste Bewerbungsphase läuft von Freitag bis Mitte November, wie Europäische Fussballverband UEFA an einer Medienkonferenz in Zürich erklärte. Die zweite Phase dauert vom 3. Dezember bis Ende Februar. Ende April 2008 soll die Auswahl getroffen sein. Danach werden die Leute speziell geschult.
Unter www.euro2008.com kann sich anmelden, wer am 1. Juni 2008 18 Jahre alt ist. Neben Englisch muss ein Volunteer entweder Deutsch, Französisch oder die Landessprache eines Teilnehmerlandes beherrschen. Die Gruppenauslosung für das Turnier vom Juni 2008 findet am 2. Dezember statt.
«Die freiwilligen Helfer sind die Seele eines solchen Grossanlasses», sagte Ralph Zloczower, Präsident des Schweizerischen Fussballverbands. «Die EURO wird für diese Menschen ein Erlebnis fürs Leben.»
Auch Host Citys suchen Frewillige
Von den 2500 Freiwilligen der UEFA kommen 1000 in Basel und je 500 in den Host Citys Bern, Genf und Zürich zum Einsatz. Die Städte begannen am Freitag ihrerseits mit der Rekrutierung von Volunteers. Basel und Zürich brauchen je 800, Bern 500 bis 700 und Genf 400. Anmelden können sich Interessierte auf entsprechenden Internetseiten der Städte.
Auch in Österreich sucht die UEFA 2500 Personen, die während des Grossanlasses kostenlos arbeiten. 7 bis 8 Millionen Franken wendet die UEFA für das Volunteer Projekt in den beiden Gastländern Schweiz und Österreich auf, wie der Schweizer Turnierdirektor Christan Mutschler erklärte.
Die vom Europäischen Fussballverband rekrutierten Volunteers erhalten keine Entschädigung, sie werden aber kostenlos verpflegt, erhalten ein Generalabonnement für den öffentlichen Verkehr und dürfen ihre Ausrüstung nach dem Anlass behalten, sagte Mutschler weiter. Für die Unterkunft müssen sie selber sorgen.
Eingesetzt werden sie von der UEFA in 14 Bereichen. Dazu gehören etwa Unterkunft, Transport, Gästebetreuung, Medien oder Marketing und Ticketing. Insgesamt gibt es 60 Jobs, die ein Volunteer ausführen kann.
Gewerkschaftsforderung
Die Gewerkschaft Unia verlangt von den Organisatoren, dass Volunteers nicht für qualifizierte Berufsarbeit in Bereichen wie Medientechnologien und IT eingesetzt werden. Diese Arbeit müsse entlöhnt werden.
Dass Freiwilligenarbeit bei der Gästebetreuung und Information des Publikums «für den Lohn des Dabeiseins» geleistet werde, ist für die Unia in Ordnung, heisst es in einem Communiqué.
Es seien «faire Arbeitsbedingungen» für Freiwillige und die Beschäftigten im Gastgewerbe und der privaten Sicherheit an der Fussball-EM anzubieten. Für die Angestellten in Branchen ohne allgemein verbindlich erklärte Lohnregulative fordert die Unia einen Mindestlohn von 20 Franken pro Stunde.
Die Unia begrüsst, dass die EURO-2008-Organisatoren zugesichert haben, die Gesamtarbeitsverträge des Gastgewerbes und der privaten Sicherheit zur Bedingung für Auftragsvergaben zu machen.



























