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Heiden: 80 % Selbstversorger durch Quellwasser

Heiden/AR. Das grosse Engagement der Quellensanierungen der Wasserversorgung trägt Früchte, die Quellwasserschöpfung betrug 49,6 Prozent oder 214614 Kubikmeter Wasser.

Die Wasserversorgung Heiden erachtet seit Jahren die Erhaltung der Versorgungsicherheit mit eigenem Quellwassers als sehr wichtig. «Diese Quellsanierungen bedeuten immer wieder hohe Kosten, doch gemessen an der Nutzungsdauer von sechzig bis hundert Jahren relativierten sich solche Investitionen», unterstrich Verwaltungsratspräsident Ernst Schmid bei seinem Jahresbericht zur 123. Generalversammlung der Wasserversorgung Heiden im Café Kern in Heiden. «Im vergangenen Jahr sanierten wir im Gebiet Hächlensteg und Schlittern sechzehn weitere Quellen, ersetzten 1100 Meter Leitungen und vier Brunnenstuben. Damit wurde in diesem Gebiet ein grosser Teil der Quellwasserbeschaffung erneuert. Der Nutzen unserer Investitionen zeigte sich sofort. Die nutzbare Quellwassermenge stieg schnell an.»

Hohe Eigenversorgung
Die Wasserversorgung Heiden bezog im Jahre 2008 21,8 Prozent Seewasser, die restlichen 78,2 Prozent Wasserverbrauch konnten mit eigenem Quell- und Grundwasser abgedeckt werden, wobei der Quellwasserbezug hohe 49,6 Prozent betrug. Der Quellwasserbezug stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent von 203211 auf 214614 Kubikmeter. Hinzu kamen 123562 Kubikmeter Grundwasser.

Der Wasserverbrauch in Heiden betrug damit insgesamt 432687 Kubikmeter, wobei 3303 Kubikmeter an Oberegg und 36454 Kubikmeter an Rehetobel verkauft wurden. An die Dorfbrunnen gingen weitere 1086 Kubikmeter. Insgesamt wurden 351130 Kubikmeter Wasser verkauft. Der Wasserverlust betrug minimale 9,9 Prozent, der schweizerische Durchschnitt liegt bei 16,6 Prozent. Heiden verbrauchte im Jahr 2008 durchschnittlich 1068 Kubikmeter täglich, das heisst pro Einwohner und Tag 130 Liter.

Neuerschliessung und Netzverstärkung
Die 16 Mitglieder, die insgesamt 17 Stimmen vertraten, folgten dem Antrag des Verwaltungsrates und genehmigten Bilanz sowie Betriebsrechnung mit einem Saldovortrag von 56099 Franken auf die neue Rechnung. Auch die Brunnen- und Roosenkasse mit einer Vermögenszunahme von 14107 Franken wurde gutgeheissen. Noch in diesem Jahr wird das Hasenbühl neu erschlossen, im Bereich Bahnhofstrasse und bis zum Pumpwerk Stapfen das Netz verstärkt sowie eine neue Ringleitung im Bereich Bellevue-Freudenberg gelegt.

Für die Wasserversorgung Heiden zeigen sich Präsident Ernst Schmid, Vizepräsident Josua Bötsichi, Kassier Kurt Rechsteiner, Aktuar Heinrich Eggenberger, Helmut Kobelt, Bruno Hüttenmoser und Werner Rüegg, Vertreter der Gemeinde, verantwortlich. Zur Kontrollstelle gehören Max Inauen, Roman Kern und Kurt Sonderegger. Wasserwart ist Paul Niederer. Seiner umsichtigen Arbeit ist es zu verdanken, dass alle 27 Trinkwasserproben, welche die Wasserversorgung im kantonalen Labor in St. Gallen Prüfen liess, und auch die periodisch vom kantonalen Lebensmittelinspektor durchgeführten Wasserproben keinerlei Beanstandungen ergaben.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 03.07.2009 - 10:24:51