HC Bruggen besiegt TV Appenzell
Handball. In der ersten Liga der Herren gewann der HC Bruggen gegen den favorisierten TV Appenzell.
Wie schon die beiden Partien in der letzten Saison zeigten, haben Derbys ihre eigenen Gesetze. So wurde diese Woche der 1. Liga-Handball-Knaller nicht vom leicht favorisierten TV Appenzell, sondern vom HC Bruggen in der eigenen Halle verdient mit fünf Toren Differenz gewonnen. Allerdings fiel der Sieg von Bruggen zu hoch aus, war die Partie doch lange ausgeglichen.
Die St.Galler waren aggressiver und störten die Kreise von Spielmacher Rolf Erdin, der trotzdem neun Treffer markierte, mit einer Spezialbewachung auf Distanz ab Beginn stark ein.
Den jungen Appenzellern gelang es nicht, sich darauf wirkungsvoll einzustellen. Auch fielen kaum Tore von den Flügelpositionen aus. Trotzdem konnten die Gäste die Partie lange Zeit offen halten.
Auch sieben Minuten vor dem Ende lag Appenzell nur mit einem Treffer zurück. Dann kassierten sie drei (davon zwei im selben Moment) vermeidbar gewesene Zweiminutenstrafen und brachten sich damit wohl aus dem Konzept. Vor rund 150 Zuschauern handelte es sich um ein spannendes und packendes Derby.
[/t]Ausgeglichene erste Hälfte[/t] Nebst der Manndeckung gegen Rolf Erdin bedachten die Innerrhoder auch den St.Galler Joel Frick mit einer Spezialbewachung.
Trotzdem erzielte dieser nebst dem ersten Treffer auch sieben weitere und war wie Rolf Erdin bester Torschütze seiner Mannschaft. In den ersten Minuten stand die Partie oft remis.
Erst nach 22 Minuten führten die Einheimischen erstmals mit zwei Toren Differenz. Zur Pause stand es aber wieder unentschieden, wobei auch Appenzell zweimal mit einem Tor vorne lag. Die Partie war beiderseits von viel Kampfgeist geprägt, verlief aber jederzeit fair.
Appenzell mit drei Toren vorne
In der zweiten Hälfte erwischten die Appenzeller resultatmässig den besseren Start. Nach dem 12:12 Ausgleich konnten sie nämlich bis zur 37. Minute auf 15:12 leicht davon ziehen.
Es gelang den Gästen aber nicht, hier eine Vorentscheidung herbei zu führen. Mit ebenfalls drei Treffern in Folge glich Bruggen wieder aus und ging danach auch in Führung. Durch zwei «Hammertore» des Nachwuchsspielers Fabian Neff führte dann Appenzell nochmals mit 19:18 und 20:19.
Trotz wiederum guten Paraden von Andreas Masina lagen die Innerrhoder nach 50 Minuten mit 21:23 zurück. Beim Stande von 23:24 wurde wohl zu Unrecht ein Foul gegen Roman Künzler gepfiffen.
Darüber verärgert gab dieser den Ball nicht sofort frei, Trainer Alex Bruggmann reklamierte hartnäckig und beide Akteure kassierten somit je eine Zweiminutenstrafe. Und weil schon Andreas Inauen draussen sass, waren es nur noch drei Innerrhoder gegen sechs St.Galler.
Appenzell schaffte somit den Ausgleich nicht mehr und als auch noch Christian Hamm eine unnötige Zweiminutenstrafe kassierte, lag Appenzell drei Minuten vor dem Ende vor entscheidend mit 24:26 im Hintertreffen.
Der Bruggener-Torwart wehrte in der Folge wohl etwas zu überhastet abgegebene Schüsse der Appenzeller gekonnt ab. Und die St.Galler erzielten selber noch drei Treffer und kamen somit noch zu einem recht deutlichen Erfolg, der ihnen zu gönnen ist und ihnen die Gratulation von Alex Bruggmann einbrachte.
Meisterschaftsstart geglückt
Trotz dieser ersten Niederlage ist der Meisterschaftsstart der Appenzeller mit drei Siegen in Folge insgesamt mehr als geglückt. Mit der Niederlage bei Bruggen haben die Innerrhoder allerdings erfahren müssen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Nach dem Cupspiel am Sonntag, 21. Oktober gehts in der Meisterschaft am Donnerstag, 24. Oktober in Dübendorf weiter.



























