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«Hätten gerne dreimal so viele Teilnehmer»

Herisau. Am 5./6. Mai finden die Herisauer Wohntage statt. Im Gespräch erzählt Willi Nägele, warum die Teilnehmerzahl rückläufig ist.

Herr Nägele, in diesem Jahr liegt die Aufgabe der Vorbereitungen beim Gewerbeverein. Wie sind diese abgelaufen?
Eine Gruppe um Georges Heller hat diesen Anlass vor einem Jahr ins Leben gerufen. Diesjährig haben wir anfangs den Ablauf besprochen, aber momentan bin ich vom Gewerbeverein alleine zuständig. Die Vorbereitungen haben mit einer Umfrage begonnen. Alle Firmen die letztes Jahr dabei waren gaben dabei eine Rückmeldung. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass das Herisauer Bau- und Wohngewerbe Präsenz zeigen will und die Herisauer Wohntage gut ankommen. Im Februar fingen wir dann mit den definitiven Vorbereitungen an.

Im letzten Jahr war das Zeitraster sehr knapp. Hat sich dies nun geändert?
Die Zeit war wieder eher knapp bemessen. Aber es bringt nicht viel, wenn wir am Gidio Hosenstoss schon an die Wohntage im Frühling denken würden. Heutzutage entscheiden die Leute spontan, bei den vielen Terminen ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Ausserdem war das Datum für die Teilnehmer schon lange auf www.gewerbe-herisau publiziert. Wir möchten auch nicht mit dem Eröffnungsfest des Sportzentrums konkurrieren, sondern eine Ergänzung des Angebots sein. Die Leute können so spontan beide Anlässe besuchen.

Was erwartet die Besucher an den Wohntagen?
Im letzten Jahr waren es Ross und Wagen, die die Besucher von Firma zu Firma chauffiert haben. Dies kam vor allem bei Familien mit Kindern sehr gut an. In diesem Jahr haben wir ein London Taxi organisiert, welches die Tage zirkuliert. Die Idee haben wir bei einer anderen Veranstaltung gesehen und uns schliesslich dafür entschieden. Wir hoffen natürlich, dass auch das Taxi ein Erfolg wird. Wenn nächstes Jahr dreimal so viele Teilnehmer sind, werden wir einen Londoner Doppelstockbus organisieren. Das wichtigste aber ist: Jeder Betrieb hat eigene Aktivitäten und Sonderschauen.

Wie muss man sich das vorstellen?
Die Lehrlinge in unserer Schreinerei beispielsweise präsentieren den Besucherinnen und Besuchern den Beruf des Schreiners und erzählen über die Lehrzeit allgemein. Es ist sehr wichtig, dass auch in unserer Region Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Das Gewerbe tut einiges in diesem Bereich. Im Weiteren können uns Besucher einen Gegenstand, den Sie schon lange einmal von einem Schreiner repariert haben wollten vorbeibringen und wir können etwa eine halbe Stunde gratis daran arbeiten.

Welches Ziel strebt man mit einem solchen Anlass an?
Die Idee ist, dass an den Herisauer Wohntagen möglichst viele Betriebe aus der Wohn- und Baubranche zum Beispiel einen Tag der offenen Türe, einen Marketinganlass oder ein Event veranstalten. Das Baugewerbe von Herisau soll damit ins Rampenlicht gerückt werden. Ausserdem soll damit den Herisauerinnen und Herisauern gezeigt werden, dass es auch im Ort viele sehr gute Firmen zur Auswahl hat. Es wäre sinnvoll, wenn hiesige Betriebe berücksichtigt werden. ‹Handwerkertourismus› ist nicht nötig.

Nach welchen Auswahlkriterien wurden die Firmen ausgesucht?
Der Versand von E-Mails ging an das gesamte Gewerbe von Herisau, auch an solche Firmen, die mit dem Baugeschäft vielleicht auf den ersten Blick nicht wirklich etwas zu tun haben. In erster Linie geht es zwar spezifisch um das Baugewerbe – aber wir wollen auch Partnerschaften mit den Detaillisten ermöglichen. Einige wohlriechende Parfums könnten ja auch einmal zwischen den Mauersteinen des Baugeschäftes präsentiert werden. Es braucht einfach etwas Kreativität und frischen Mut.

Die Herisauer Wohntage waren im letzten Jahr ein Erfolg. Sind Sie zuversichtlich, dass der Anlass diesjährig ebenso gut besucht wird?
Meine persönlichen Vorstellungen wurden erfüllt. Das Herisauer Gewerbe hat sehr positiv auf den Anlass reagiert, die Zusammenarbeit funktionierte reibungslos. Es wäre schön, hätten sich dreimal so viele Gewerbe für die Wohntage angemeldet; das Ganze hätte so noch mehr Ausstrahlung gehabt. Wir müssen Kunden und Gewerbetreibenden Zeit geben, um sich wieder an etwas Neues zu gewöhnen. Ich hoffe natürlich, dass wir an den letztjährigen Erfolg anknüpfen können.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 02.05.2007 - 10:05:00