Hat FDP verschlafen?
AR. Für die Ersatzwahl ins Verwaltungsgericht vom 24. Februar wird ein leerer Stimmzettel verschickt. Der FDP ist es nicht gelungen, einen Kandidaten aufzustellen.
Dies bestätigte FDP-Kantonalpräsident Hanspeter Blaser am Mittwoch auf Anfrage. Gesucht wird ein Nachfolger für Verwaltungsrichter Otmar Sieber (51), der auf Ende Mai 2008 zurücktritt.
Der anfängliche «Kronfavorit» der FDP für dieses Amt habe sich zurückgezogen, erklärte Blaser. Weil man ausdrücklich einen Steuerrechtsexperten suche, sei der Kreis der Kandidaten beschränkt. Laut Blaser ist die FDP zur Zeit mit mehreren Interessenten im Gespräch.
Keine Nomination an der DV
An der FDP-Delegiertenversammlung vom Mittwochabend in Grub soll über die Ersatzwahl ins Verwaltungsgericht informiert werden. Eine Nomination ist laut Blaser aber nicht vorgesehen.
Die Stimmberechtigten erhalten deshalb mit den Abstimmungs- und Wahlunterlagen für den 24. Februar einen leeren amtlichen Stimmzettel für die Verwaltungsgerichts-Ersatzwahl. Die Unterlagen würden dieser Tage versandt, sagte der Mediensprecher des Kantons, Georg Amstutz, auf Anfrage.
Steuerrecht ist gefragt
Blaser hofft noch immer, dass die FDP in den eigenen Reihen einen Kandidaten oder eine Kandidatin findet. Statt einem Juristen komme auch ein Treuhänder in Frage. Das Verwaltungsgericht lege Wert auf eine Person mit Erfahrung im Steuerrecht.
Nötigenfalls will die FDP das Gespräch mit den übrigen Parteien suchen. Weil im ersten Wahlgang das absolute Mehr nötig ist, muss eine Kandidatur noch rechtzeitig öffentlich bekannt gemacht werden. Ein allfälliger zweiter Wahlgang ist auf den 27. April angesetzt.



























