Hasenjagd soll verboten werden
Frauenfeld. Der Thurgauer Tierschutz lanciert eine Initiative für ein Hasenjagd-Verbot, dies bedeutet einen ganzjährigen Schutz für die Feldhasen.
Feldhasen sollen im Thurgau nicht mehr gejagt werden dürfen. Der Thurgauische Tierschutzverband (TTSV) hat am Dienstag eine Volksinitiative für ein Jagdverbot der bedrohten Tierart lanciert. Unterstützt wird er von WWF und Pro Natura.
Am 15. November werde man mit der Sammlung der Unterschriften beginnen, sagte TTSV-Präsident Reinhold Zepf am Dienstag vor den Medien. Innerhalb von sechs Monaten müssen dann 4000 Unterschriften gesammelt werden.
Toni Kappeler, Präsident der Thurgauer Sektion von Pro Natura, betonte, es gehe bei dem Verbot darum, dass keine Tiere gejagt werden sollten, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere stünden.
Bisher dürfen im Thurgau Feldhasen zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Dezember gejagt werden. Diese haben im Thurgau derzeit eine Dichte von etwa 3.8 Tieren auf einen Quadratkilometer Fläche erreicht.
Eine Studie der Vogelwarte Sempach, die das Bundesamt für Umwelt veröffentlicht hat, bezeichnet einen Bestand von 6 Feldhasen pro Quadratkilometer als unterste Bestandesgrenze. Erst dann sei eine Vergrösserung der Bestände möglich.
Die Thurgauer Initiative ist nicht die erste ihrer Art. In den Kantonen Solothurn und Aargau sind Initiativen mit gleichem Inhalt bereits 2003 und 2004 abgelehnt worden. Die Hasenjagd ist in den Thurgauer Nachbarkantonen St. Gallen und Schaffhausen erlaubt, in Appenzell-Ausserrhoden aber verboten.



























