HarmoS unkritisch durchgewinkt – jetzt haben wir den Salat
Leserbrief. Der Grosse Rat hat das HarmoS-Konkordat im letzten Dezember einstimmig und unkritisch durchgewinkt.
Offensichtlich hat niemand dieses Konkordat im Detail studiert.
Ansonsten hätte man gelesen, dass Art. 4 Abs. 4 Kurse für fremdsprachige Kinder in Heimatsprache und Heimatkultur vorsieht, ansonsten hätte man Art. 5 Abs. 1 gelesen, welcher die Zwangseinschulung mit 4 Jahren vorschreibt, man hätte auch die Bürokratisierung der Schule durch Portfolios gemäss Art. 9 oder die Einführung von Blockzeiten und teuren Tagesstrukturen gemäss Art. 11 des HarmoS-Konkordats bemerkt.
Da dies eben leider nicht geschah, wollen nun HarmoS-Befürworter glaubhaft machen, dass sich mit der HarmoS-Einführung nichts ändere. Warum müssen wir dann überhaupt über HarmoS abstimmen? Und warum muss der Kanton den Abstimmungsbefürwortern mit 30’000 Franken Steuergeldern unter die Arme greifen?
Hätte man im letzten Jahr besser hingeschaut, müsste man heute nicht über HarmoS streiten. Man hätte das HarmoS-Konzept bereits dannzumal dorthin schicken können, wo es hingehört: In den Papierkorb! Ich stimme am 30. November 2008 mit Überzeugung gegen HarmoS und würde mich freuen, wenn Sie dies ebenso handhaben würden. Zum Wohle Ihrer Kinder.



























