HarmoS lässt Spielraum zu
Das HarmoS-Konkordat bringt dem Thurgau und ihrer Wirtschaft klare Vorteile, zwingt aber die Kinder nicht in ein starres System, hält der Thurgauer Gewerbeverband fest
Dies in seinem Schlussaufruf zur bevorstehenden Volksabstimmung vom 30. November.
Dass mit HarmoS die Grundausbildung erstmals mit klaren, verbindlichen Lernzielen national umschrieben wird, dient der Wirtschaft. Die schulischen Leistungen werden vergleichbar, und die Angleichung der Lehrpläne erleichtert die Mobilität von Arbeitskräften zwischen den Kantonen. Gerade bei der Rekrutierung hochqualifizierter Arbeitskräfte stellt der Schulübertritt ihrer Kinder oft ein Hindernis dar.
Die Ängste gegenüber dem neuen Konkordat sind ernst zunehmen, hält der TGV fest. Doch HarmoS führe kein starres System ein, was den Eintritt der Kinder in den Kindergarten betrifft. Ist ein Kind mit Eintritt ins fünfte Lebensjahr noch nicht reif für den Kindergarten, sind Rückstellungen auf Antrag der Eltern weiterhin möglich, wie die Erfahrungen zeigen.
Im Kanton Thurgau sind die Eckpfeiler von HarmoS nämlich bereits umgesetzt. Seit dem Inkrafttreten des Volksschulgesetzes ist der zweijährige Kindergartenbesuch Alltag. Schon bisher kamen über 95 Prozent der Kinder in den Genuss der frühen Förderung.



























