HarmoS: Eine Millionenfrage!
Leserbrief. thurgau24-Leser Urs Martin findet, dass man bei dem bleiben sollte, was bei HarmoS tatsächlich zur Abstimmung steht.
Hierzu ruft der Regierungsrat per Pressekonferenz auf. Gerne! Art. 4 Abs. 4 des HarmoS-Konkordats verpflichtet den Thurgau zu Kursen für Migrationskinder in heimatlicher Sprache und Kultur. Art. 5 Abs. 1 schreibt die Zwangseinschulung mit 4 Jahren vor (Stichtag 31. Juli). Art. 9 schliesslich schreibt Portfolios vor, da HarmoS zu einer solchen Betreuungsflut führt, dass eine Bürokratie nötig ist, um die Fakten über einen Schüler zu sammeln. Art. 11 Abs. 1 hält zur Einführung von Blockzeiten an – warum diskutiert der Grosse Rat wohl gerade jetzt über Blockzeiten?
Und in Art. 11 Abs. 2 schliesslich steht folgendes: „Es besteht ein bedarfsgerechtes Angebot für die Betreuung der Schülerinnen und Schüler ausserhalb der Unterrichtszeit (Tagesstrukturen)“. Alleine die Umsetzung dieses Art. 11 verursacht im Kanton Solothurn, welcher ähnlich gross ist wie der Thurgau, 46 Millionen Franken Zusatzkosten pro Jahr. Im Kanton Aargau sind es gar weit über 100 Millionen Franken, welche der Steuerzahler zusätzlich aufbringen muss. Wem es bei diesen Fakten noch an Gründen zur Ablehnung von HarmoS mangelt, der Frage sich, warum die HarmoS-Befürworter 30’000 Franken Staatsunterstützung erhalten und dennoch permanent in argumentativen Notstand geraten? HarmoS ist eben ein trojanisches Pferd der Erziehungsdirektorenkonferenz, welches in unserem Kanton jedes Jahr mehrere Zehnmillionen Franken an Mehrkosten verursachen wird. Auch deshalb lehne ich HarmoS am 30. November 2008 entschieden ab.



























