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«Harmonisierung»: Es geht weiter

AI. Der Streit- um Orts- und Flurnamen in Innerrhoden soll in der Standeskommission noch einmal behandelt werden - aber erst nach der Landsgemeinde.

Wie die Ratskanzlei mitteilt, haben Aussprachen ergeben, dass verschiedene Kreise die Zurücknahme des Entscheids betreffend Ortsnamen fordern. Landesfähnrich Melchior Looser habe der Standeskommission nun den Antrag gestellt, die Sache an ihrer nächsten Sitzung, das heisst am 29. April, nochmals der Diskussion zu unterziehen und zu prüfen. Über den Ausgang der Beratung werde die Standeskommission wieder informieren.

Die Standeskommission verschiebt damit das Problem zunächst. An einer Orientierungsversammlung hatten die Gegner der Harmonisierung von Orts- und Strassennamen gefordert, die Regierung solle ihren Entscheid bis heute Freitag zurückziehen. Die diplomatische Lösung: Das geschieht zwar nicht, die Standeskommission sichert aber zu, dass auf das Thema zurückgekommen werde.

Die Absicht dahinter dürfte sein, das Thema an der kommenden Landsgemeinde vom Sonntag möglichst auszuklammern. Ob das gelingt, ist fraglich. Laut Informationen, die appenzell24.ch vorliegen, sind mehrere Voten zum Thema geplant. Diese werden nun wohl als Anliegen zuhanden der erwähnten Sitzung der Standeskommission einfliessen. Klar ist aber, dass die Behörden den Widerstand gegen die vorgesehenen Änderungen massiv unterschätzt haben.

Unschön ist auch, dass das Problem früher hätte angegangen werden können, wenn nicht alle betroffenen Seiten sich auf die ihnen übergeordnete Ebene verlassen hätten. Die Kantonsbehörden berufen sich darauf, nur das umzusetzen, was der Bund verlangt. Zudem habe man die Bezirke in den Entscheid miteinbezogen. Aus den Bezirken wiederum heisst es, man habe nur Weisungen des Kantons ausgeführt. Dass jede Ebene glaubte, sie sei der nächsthöheren blosse Umsetzung der Wünsche schuldig, führt nun dazu, dass es auf der wichtigsten Ebene brodelt: Beim Volk.

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Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 25.04.2008 - 11:27:00