Hans-Ulrich Lohri ehrenvoll zum Ruhestand gratuliert
Nach 25 Jahren Kaminfeger im Vorderland übergibt Kaminfeger Hans-Ulrich Lohri sein Geschäft an 1. Januar an Peter Tobler aus Reute.
Die Kaminfegerzunft verabschiedete Hans-Ulrich Lohri ehrenvoll an seinem offiziell letzten Arbeitstag vom 24. Dezember.
Vor fünfzig Jahren, am 8. Januar 1959, begann Hans-Ulrich Lohri seine Lehre als Kaminfeger in Weinfelden. Später engagierte er sich neben seiner Arbeit auch im Thurgauer Kantonalverband. Seit 25 Jahren leben Hans-Ulrich Lohri und seine Frau Martha im Vorderland, denn damals wurde Lohri als Kaminfeger für Heiden und Wolfhalden gewählt.
Später kamen die Gemeinden Reute, Grub AR und Walzenhausen sowie Lutzenberg hinzu, ebenso die Arbeit als Feuerungskontrolleur.
Mit der Übergabe des Geschäftes an Peter Tobler und dessen Wahl als Kaminfeger in allen sechs Gemeinden war Lohris letzter Arbeitstag am 24. Dezember, weshalb sich Kaminfeger aus dem Appenzellerland, dem Kanton St. Gallen und dem Kanton Thurgau versammelten, um Lohri feierlich zum Ruhestand zu gratulieren.
Lehrlingsobmann und Prüfungsexperte
Erich Kast, Präsident des appenzellischen kantonalen Kaminfegermeisterverbandes, Teufen, empfing Hans-Ulrich Lohri im Hotel Krone, um ihm zusammen mit Berufskollegen zum Ruhestand zu gratulieren. Er verdankte ihm seinen grossen Einsatz im Verband, wo der Häädler zuerst als Kassier, danach als Aktuar amtete.
Zusätzlich setzte sich Hans-Ulrich Lohri in besonderer Weise für Lehrlinge ein, denn er arbeitete als Lehrlingsobmann und habe den Prüflingen innerhalb kurzer Zeit als Prüfungsexperte ihre Prüfungsangst genommen. Namens aller Prüflinge bedankte sich hier Erich Kast speziell für die stets kompetente und gute Betreuung. Gleichzeitig sei er Mitglied vom Fachausschuss an der Gewerbeschule und Präsident der Technischen Kommission Ostschweiz gewesen.
Zum Schluss wünschte Erich Kast Martha Lohri, sie habe viel Schreibarbeit übernommen, und Hans-Ulrich Lohri alles Gute und gab der Hoffnung Ausdruck, dass ihnen noch viele schöne gemeinsame Jahre beschieden seinen.
Es gäbe ein Buch
„Ich könnte über meine fünfzigjährige Arbeit als Kaminfeger ein Buch schreiben. Aber ich habe genug geschrieben in meinem Berufsleben, das Buch wird es nicht geben“ blickt Lohri zurück. Der Beruf habe viel Abwechslung mit sich gebracht, denn er sei ja in jeden Haushalt gekommen. Doch das Handwerk hätte sich grundsätzlich verändert.
Als er seine Lehre begonnen habe, hätte man die Holzfeuerungen mit Holzkochherd, welcher dreimal täglich benutzt worden sei, viermal jährlich überprüft und gereinigt, heute nur noch einmal. Zudem sei der Beruf sehr viel technischer geworden, heute müsste er beinahe auch Mechaniker und Elektriker sein.
Auf die Pension habe er sich richtig gefreut. Sein Geschäft übergebe er am 1. Januar 2009 an seinen Mitarbeiter Peter Tobler, bis Ende März werde er noch für den Kanton als Feuerungskontrolleur unterwegs sein. Besonders freue ihn, dass sein zweiter Mitarbeiter Remo Knöpfel, der bei ihm schon die Lehre absolviert habe, weiterhin im Geschäft bleibe.
In Zukunft werde er wohl so manche Velotour unternehmen und seiner Frau Martha vermehrt im Haushalt helfen. Zum Schluss dankte Hans-Ulrich Lohri seiner Kundschaft recht herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen über all die Jahre.



























