Hanfverfütterung bleibt verboten
Die Staatsanwalt Thurgau teilt mit, dass trotz irreführender Inseraten des Vereins Schweizer Hanffreunde die Verfütterung jeglicher Hanfsorten verboten ist.
Mit konstanter Regelmässigkeit behauptet der Verein Schweizer Hanffreunde VSHF in Inseraten der Tageszeitung, dass der vom VHSF als «althergebrachte Schweizer Agrar- und Industriehanf» benannte Hanf der Sorte «sativa non-indica» u.a. legal verfüttert werden könne. Der «EU-Sortenkatalog» sei nicht obligatorisch. Untermauert werden diese Behauptungen dann jedes Mal mit zwar tatsächlich geäusserten, aber aus dem Zusammenhang gerissenen und damit im Sinn verfälschten Sätzen von Behördenmitgliedern, wobei sich der VHSF nicht scheut, angeblich authentische Amtsdokumente mit den entsprechenden Hoheitszeichen der Regierung und den Originalunterschriften von Behördenmitgliedern in die Inserate aufzunehmen.
Der Inhalt dieser Dokumente wird dabei vom VSHF regelmässig verfälscht.
Die betreffenden Aussagen entsprechen nicht den Tatsachen. Damit werden die Anbauer von Hanf im Kanton Thurgau durch den VSHF bewusst irregeführt und verunsichert.
Tatsache ist, dass nach der in der ganzen Schweiz gültigen Rechtslage im Landwirtschafts- und Lebensmittelbereich die Verfütterung jeglichen Hanfs – ob dieser nun im Sortenkatalog des Bundesamtes für Landwirtschaft aufgeführt ist oder nicht – an Nutztiere verboten ist. Dies hat das Obergericht des Kantons Thurgau in seinem Entscheid vom 13. September 2007 (SBR.2007.29) unmissverständlich und bedingungslos festgestellt. Auch der Versuch und die Gehilfenschaft bei der Verfütterung von Hanf sind strafbar, sodass sich der Produzent und der Lieferant von Hanfprodukten zu Fütterungszwecken zumindest als Gehilfe strafbar machen.
Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Thurgau lassen sich von der irreführenden Inseratenkampagne des VHSF nicht beeindrucken und werden es weiterhin nicht zulassen, dass in unserem Kanton Hanf an die Nutztiere verfüttert oder dass Hanf zu solchen Zwecken verarbeitet und an Dritte weitergegeben wird.



























