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GV der Wildwasserfahrer im aufgestockten Klubhaus

Pfyn/TG. Wildwasserfahrer haben gelernt, sich auch in schwierigen Lagen über Wasser zu halten.

Ihrem Ruf haben die Thurgauer Wildwasserfahrer (TWF) in ihrem 31. Vereinsjahr wieder einmal alle Ehre gemacht: Hatten sie noch ein Jahr zuvor über die rund 250’000 Franken teure Aufstockung ihres Klubhauses sich die Köpfe heiss geredet, konnten sie am verganenen Freitag die jährliche Generalversammlung bereits im grosszügig geplanten und grösstenteils fertiggestellten Obergeschoss abhalten.

Bestanden anfänglich vor allem wegen der Finanzierung des Bauprojekts Bedenken, hat nun die Kassierin Daniela Bolliger die über vierzig an der GV anwesenden Vereinsmitglieder beruhigen können: «Der Verein wird auch nach der Klubhauserweiterung schuldenfrei sein.» Möglich geworden ist dies dank den Beiträgen des Sport Toto, der Gemeinde Pfyn sowie von privaten Sponsoren. Entscheidend gewesen sind allerdings auch die Eigenleistungen, die von den Vereinsmitgliedern in unermesslichen Freizeitstunden erbracht worden sind. Das in der Bilanz verbleibende Fremdkapital besteht ausschliesslich aus zinslosen Darlehen und Anteilscheinen der Vereinsmitglieder. Aufgrund dieser gesunden Finanzlage fällt es dem TWF nicht schwer, im Laufe des Abends einem von jüngeren Mitgliedern eingebrachten Antrag zur Ergänzung des Kraftraums mit überwältigendem Mehr zuzustimmen.

J+S Coach Patricia Schwager zeigt die Entwicklung der Trainingsstunden in den letzten vier Jahren auf, die anfänglich stark angestiegen sind und sich nun bei deutlich über 500 eingependelt haben. Dieser eindrücklichen und erfreulichen Zahl steht allerdings jene der ausgebildeten Leiter gegenüber, die leider rückläufig ist. Aus diesem Grund ruft sie die ehemaligen J+S Leiter dazu auf, ihre Diplome zu erneuern und hofft auf neue Leiter aus der jungen Generation. Wie der Aktuar Christian Wieland bekannt gibt, halten sich Ein- und Austritte der Mitglieder ungefähr die Waage, bei einem Bestand von über achtzig Aktiven und Junioren. Drei Neumitglieder und zwei Junioren werden wie gewohnt mit Applaus in den TWF aufgenommen. Der zusätzlich geschaffene Klubraum solle nun auch mit Inhalt gefüllt werden, verkündet Vereinspräsident Andreas Bartelt und stellt das Jahresprogramm vor, das neben den tradtionellen Anlässen wie Thurbummel, Anfängerkurs und Kanupoloturnier wiederum zwei Kanulager (Südfrankreich im Frühling, Engadin im Sommer) und neu einen Erwachsenenkurs mit maximal zehn Teilnehmern umfasst (Beginn anfangs Juni), ein Anschlussprogramm Jugend mit Beginn im April sowie einen TWF-Abend mit unterhaltendem Charakter im November.

Die auch altersmässig breite Abstützung des TWF zeigt sich nicht zuletzt in der Zusammensetzung des Vorstandes: Mischa Leber tritt nach zwölfjähriger Tätigkeit zurück und wird ersetzt durch Karin Mani, die erst vor einem Jahr von den Junioren zu den Aktivmitgliedern gewechselt hat. Der Präsident erinnert an die sportlichen Erfolge des Abtretenden als mehrfacher Schweizermeister und Teilnehmer an zahlreichen Welt- und Europameisterschaften. Unter grossem Applaus der Anwesenden wird seine langjährige Mitwirkung im Vorstand verdankt. Am Rande erwähnt sei, dass der TWF nun von je vier Frauen und Männern geleitet wird. Anlässlich der Einweihung des erweiterten Klubhauses am 1. Mai wird übrigens ein Tag der Offenen Tür durchgeführt, der allen Interessierten Gelegenheit geben wird, sowohl das bis dann abgeschlossene Bauprojekt zu besichtigen als auch die Thurgauer Wildwasserfahrer kennenzulernen.

ThurgauThurgau / 24.02.2009 - 08:26:27