Guter Abschluss für die Landeskirche
Bei einem Ertrag von 5.001 Mio. und einem Aufwand von 4.733 Mio. schliesst die Rechnung 2007 der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau mit einem Vorschlag von 268'000 Franken ab.
Zum guten Ergebnis haben neben den Steuermehreinnahmen auch Einsparungen bei den Ausgabenpositionen beigetragen. So waren Stellen während einer gewissen Zeit oder sogar während des ganzen Jahres vakant; ferner wurde der budgetierte Aufgabenbereich «Familienentlastungsdienst» nicht realisiert. Der Rechnungsüberschuss soll – so der Vorschlag des Kirchenrates an die Synode vom 30. Juni 2008 – für Einlagen in die Sonderrechnung Finanzausgleich an Kirchgemeinden, für die Flüchtlingshilfe des HEKS und zur Aufstockung der Kompetenzsumme des Kirchenrates eingesetzt werden.
Der Steuerertrag mit der seit 1. Januar 2001 auf 2,5 Prozent festgelegten landeskirchlichen Zentralsteuer hat den Steuereingang des Vorjahres um rund 3,5% überschritten. Die optimistischen Nachrichten über die Wirtschaftslage lassen hoffen, dass die Steuereinnahmen auch im laufenden Jahr nicht zurückgehen. Positiv wirkt sich für die Landeskirche zudem aus, dass sie seit Ende 2002 alle Schulden getilgt hat.
Kirche will Finanzkennzahlen einführen
Bis 12. Juli 2008 hat der Kirchenrat bei den Kirchgemeinden eine Revision der Verordnung über das Rechnungswesen in Vernehmlassung gegeben. Mit den vorgeschlagenen Anpassungen werden die Bezeichnungen der Vermögensbestandteile jenen des Kantons angepasst und gleichzeitig präzisiert. So wird festgelegt, welche Vermögenswerte aktiviert werden müssen und was intern zu verzinsen ist. Wie bei den Politischen Gemeinden sollen bei den Kirchgemeinden einheitliche Finanzkennzahlen erhoben werden, die es erlauben, ihre finanzielle Situation zu vergleichen und zu beurteilen.



























