Gute Ergebnisse für Kantonalbank
Appenzell. Die Appenzeller Kantonalbank hat das Ergebnis des Vorjahres noch leicht übertroffen.
Bruttogewinn und Bilanzsumme konnten weiter gesteigert werden, der Zufluss an Kundengeldern hielt an und die Hypothekarforderungen nahmen weiter zu.
Erfolgsrechnung
Das allgemeine Zinsniveau erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Zinsmarge reduzierte sich weiter aufgrund zinsbedingter Umlagerungen bei den Kundengeldern. Aufgrund der gestiegenen Hypothekarforderungen konnte im Zinsengeschäft ein um 0,9 Millionen Franken auf 28,3 Millionen Franken erhöhter Ertrag erwirtschaftet werden. Das Zinsengeschäft ist mit einem Anteil von 75 Prozent am Bruttoertrag der weitaus wichtigste Ertragspfeiler der Bank.
Kommissions- und Handelsgeschäft
Die Kommissionen aus dem Wertschriftengeschäft konnten dank Erhöhung des Geschäftsvolumens im Berichtsjahr leicht um 0,2 Millionen Franken auf 7,9 Millionen Franken gesteigert werden. Im Handelsgeschäft fiel der Ertrag gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Millionen Franken geringer aus und belief sich damit auf 1,1 Millionen Franken.
Geschäftsaufwand
Der Geschäftsaufwand stieg um 0,5 Millionen Franken Grund für die Zunahme ist ein um 0,7 Millionen Franken höherer Sachaufwand. Die Personalkosten fielen gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Millionen Franken geringer aus. Die Kosten-/Ertrags-Relation ist mit 44,8 Prozent sehr gut.
Bruttogewinn, Wertberichtigungen und Rückstellungen
Das ausgezeichnete Vorjahresergebnis wurde noch leicht übertroffen, denn der Bruttogewinn konnte um 0,1 Millionen Franken auf 20,9 Millionen Franken gesteigert werden. Die Wertberichtigungen im Kreditgeschäft mussten wegen der guten Konjunktur, der hohen Qualität der Ausleihungen und des erfolgreichen Kreditrisiko-Managements nicht erhöht werden.
Auf dem Anlagevermögen erfolgten Abschreibungen von 2,5 Millionen Franken. Damit verblieben 18,4 Millionen Franken zur Verteilung. Davon werden zur weiteren Stärkung der Eigenmittel den Reserven für allgemeine Bankrisiken 9,2 Millionen Franken zugewiesen.
Jahresgewinn und Gewinnverwendung
Der Reingewinn stieg um 12,8 Prozent auf 10 Millionen Franken. Für die Verzinsung des Dotationskapitals von 30 Millionen Franken wurden 0,8 Millionen Franken aufgewendet und die Staatskasse erhielt eine Zuweisung von 5,4 Millionen Franken. Damit beträgt die Gesamtablieferung an den Kanton Appenzell Innerrhoden 6,3 Millionen Franken (0,6 Millionen Franken mehr als im Vorjahr). Die gesetzlichen Reserven wurden mit 3,6 Millionen Franken verstärkt.
Bilanzsumme
Die Bilanzsumme stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,3 Prozent auf 1 971,4 Millionen Franken.
Kundenausleihungen
Die Appenzeller Kantonalbank beweist sich in einem wettbewerbsintensiven Umfeld und steigerte die Kundenausleihungen um weitere 39,4 Millionen Franken auf 1 692,3 Millionen Franken. Im wichtigen Hypothekargeschäft wurde eine Volumenerhöhung von 50,3 Millionen Franken erzielt. Die übrigen Forderungen gegenüber Kunden reduzierten sich um 10,8 Millionen Franken.
Kundengelder
Der Zufluss an Kundengeldern belief sich auf 12,4 Millionen Franken und erreichte Ende des vergangenen Jahres einen Bestand von 1 498,5 Millionen Franken. Durch zusätzliche Umlagerungen von Spar- und Anlagegeldern sowie Sichtgeldern profitierten höher verzinste Anlageformen wie Kassenobligationen (plus 9,7 Millionen Franken) und im Besonderen Festgelder, die mit 100 Millionen Franken kräftig zulegten.
Eigenkapital
Dank des guten Geschäftsergebnisses konnten die gesetzlichen Reserven und die Reserven für allgemeine Bankrisiken mit insgesamt 12,8 Millionen Franken wieder substanziell verstärkt werden. Das Eigenkapital stieg damit auf 169 Millionen Franken, was einem Zuwachs von 8,2 Prozent und einer gesunden finanziellen Basis entspricht. Das Verhältnis Eigenkapital zu Bilanzsumme verbesserte sich weiter auf 8,6 Prozent.
Vermögensverwaltung, Vorsorge- und Finanzplanung
Das Kundendepotvolumen legte um 45,1 Millionen Franken auf 1 107,4 Millionen Franken zu. Die von der Bank verwalteten Kundenvermögen, das heisst die Depots und die damit verknüpften Anlagen (Assets under Management), nahmen gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis um 207 Millionen Franken oder 14,9 Prozent auf 1 593 Millionen Franken zu. Der überwiegende Anteil dieses Zuwachses beruht auf Kundenneugeldern.
Die Vorsorge- und Finanzplanung konnte dank effizienter Zusammenarbeit innerhalb aller Bereiche der Bank einen zunehmenden Beitrag zum Erfolg der Bank leisten.
Die Position der Appenzeller Kantonalbank als Anlage- und Vorsorgebank konnte weiter gefestigt werden.



























