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Guinea-Bissau und die Schweiz im Sägemehl

Olma. «Schwingen gegen den Hunger» plädierten die Bauernverbände, für die bäuerliche Vielfalt.

Die Schweizerische Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit SWISSAID, der Schweizerische Bauernverband, Bio Suisse, IP-Suisse, das Bioforum Schweiz sowie der Nordostschweizer Schwingerverband setzten sich an der Olma in St.Gallen gemeinsam für die bäuerliche Vielfalt und gegen den Hunger ein.

Bäuerinnen und Bauern im Norden und im Süden spannen für dieses Ziel zusammen. Mit dem interkulturellen Schwingen gegen den Hunger wurde vor einem erstaunten Olma-Publikum ein deutliches Zeichen für die Kraft und die Wurzeln der bäuerlichen Tradition über alle Grenzen hinweg gesetzt.

Die Notwendigkeit für grenzüberschreitende Solidarität unterstrich auch die gleichentags stattfindende Tagung an der Olma unter dem Titel «Mit Ernährungssouveränität gegen den Hunger».

Bäuerliche Vielfalt ist das beste Rezept gegen Hunger: Es sind überall auf der Welt die Bauern, die die Welt ernähren. Sie müssen für ihre Produkte gerechte Preise erhalten, um überleben können.

Doktor Arigbede aus Nigeria, Vertreter der «Small and Medium Scale Farmers’ Associations», verwies auf die zentrale Bedeutung der lokalen Märkte: «Die Ernährung der Bevölkerung darf nicht so genannt «komparativen Vorteilen» auf den internationalen Märkten zum Opfer fallen. Sie muss im Gegenteil immer und überall an erster Stelle stehen.»

Mercy Karanja aus Kenia und Vertreterin des internationalen Bauernverbands IFAP schlug in die gleiche Kerbe: «Ernährungssouveränität heisst die Lösung.»

Dazu zählen laut Karanja der sofortige Verzicht auf Preisdumping durch Einfuhren von export-subventionierten Landwirtschaftsprodukten aus Europa oder Nordamerika. Zudem gelte es, die Verarbeitung der Rohstoffe im Land zu fördern, was zur Entwicklung des Landes beitrage.

«Die Schweizer Schokolade ist weltberühmt und trägt zum Reichtum der Schweiz bei. Die Rohstoffproduzenten in Afrika können hingegen kaum ihr Überleben sichern.» Zusammenfassend sagte Wendy Peter vom Bioforum Schweiz: «Die Erzeugung von Nahrungsmitteln wird in der Schweiz immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Heute gilt die Devise: Je weniger Bauern, desto besser für ein Land, desto entwickelter scheint es.»


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Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 16.10.2007 - 15:31:00