«Gucklochfahrer» unterwegs
Seit dem Winter- und Kälteeinbruch sind sie auf den Appenzeller Strassen wieder unterwegs und machen diese unsicher: Die «Gucklochfahrer».
Vielleicht ein bisschen zu spät aufstehen, keine Zeit mehr um einen Kaffe zu trinken, drei verschiedene Schichten von Kleidern übereinander anziehen, hinaus in die eisige Kälte, zuerst noch einen Weg durch den Schnee freischaufeln – und dann gibt es nur noch eines: Kratzen. Wer kennt es nicht?
Unsere Nissans, Opels, Volkswagen, Audis und Renaults begrüssen uns jeden Morgen in den verschneiten und eiskalten Wintermonaten mit gefrorenen Scheiben. Und mach Einer hat es eilig, kratzt ein kleines bis mässig grosses Loch in die Frontscheibe und fährt los – die «Gucklochfahrer» sind wieder unterwegs.
«Vorallem Morgens sind sehr viele Gucklochfahrer unterwegs. Der Grund dafür ist, dass sie es natürlich eilig haben und keine Zeit mehr finden, das ganze Eis wegzukratzen», erklärt Willi Moesch, Sprecher der Kantonspolizei Ausserrhoden. Laut Moesch sollten vor allem die Front- und Seitenscheiben vom Eis befreit werden.
Durch das eingeschränkte Sichtfeld sei das Unfallrisiko höher, so Moesch. «Gucklochfahren» ist überdies auch strafbar: «Die Automobilisten, die so unterwegs sind, werden normalerweise gebüsst.»
Also, «Gucklochfahrer» aufgepasst: Besser etwas früher aufstehen und ein wenig länger kratzen. Oder eine Garage kaufen.



























