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Grösster Regionalverband will Freizeitreiter einbinden

Reiten. Verband Ostschweizerischer Kavallerie- und Reitvereine will die Freizeitreiter besser einbinden.

Anlässlich der 154. Delegiertenversammlung des Verbands Ostschweizerischer Kavallerie- und Reitvereine (OKV) in Maienfeld (GR) schrieb Präsident Peter Fankhauser dem Verband Handeln auf die Fahne. Er forderte die rund 400 Anwesenden auf, die grosse Masse der vereinslosen Freizeitreiter in ihre Ränge aufzunehmen. Nur so können die Reiter im Tierschutz und richtigen Verhalten im Strassenverkehr in die Pflicht genommen werden.
Vor den rund 400 Delegierten des Verbands Ostschweizerischer Kavallerie- und Reitvereine (OKV) in Maienfeld (GR) fand Präsident Peter Fankhauser (Kloten) klare Worte und ging dabei einen Schritt weiter als US-Präsident Barack Obama. «Bei uns heisst es nicht nur ‚Yes we can‘, unser Grundsatz heisst ‚Yes we do‘», appellierte Fankhauser an die Anwesenden. Nachdem sich die Delegierten an der vorjährigen Versammlung für eine gesamtschweizerische Vereinspflicht ausgesprochen hatten, gehe es jetzt darum, diese umzusetzen. «Sie ist eine unserer Waffen gegen den Mitgliederschwund in den Vereinen.»  Der OKV ging denn auch gleich mit gutem Beispiel voran und hob ein Ressort aus der Taufe, das sich der Freizeitreiterei widmet. Dessen Vorsteherin Gaby Müller (Kloten) machte deutlich: «Freizeit findet nicht im Dachverband, sondern im Verein statt.» Darum liege es in der Verantwortung der Regionalverbände und der Vereine, sich allen Reitstallbesitzern, Reitern und Fahrern anzunehmen.

Für Tierschutz und Sicherheit im Strassenverkehr
Schweizweit gehen zwei Drittel der Reiter ihrem Hobby nach, ohne einem Verein anzugehören. «Es ist an uns, sie mit in unsere Zukunft zu nehmen.» Dies fördere nicht nur das Vereinsleben und die Weiterbildung der Reiter, sondern auch einen guten Kontakt mit den politischen Behörden in den Gemeinden.
Peter Fankhauser will Freizeitreiterei dabei nicht mit Dilettantismus gleichgestellt wissen. «Auch wer nicht an offiziellen Turnieren startet, ist als Pferdesportler ernst zu nehmen.» Die Einbindung der Freizeitreiter sei das Gebot der Stunde: «Nur so können wir alle Reiter im Bereich Tierschutz und richtigem Verhalten im Strassenverkehr in die Pflicht nehmen.»

Offensiver Kontakt mit Behörden
Fankhauser rief die Delegierten auf, den Kontakt zu Gemeindebehörden zu suchen. Es gehe darum Konflikte wegen Pferdeäpfel auf den Strassen und der gemeinsamen Nutzung von Waldwegen müssten sofort auf den Tisch. «Öffnen wir unsere Stalltüren und machen den Schritt auf die Öffentlichkeit zu, solange wir noch agieren können.»  

Der OKV in Kürze
Gegen 20’000 aktive Pferdesportfreunde, verteilt auf rund 140 Reit- und Fahrvereine, sind im Verband Ostschweizerischer Kavallerie- und Reitvereine (OKV) zusammengefasst. Die Hälfte aller in der Schweiz aktiven lizenzierten oder brevetierten Reiter sowie 50 Prozent aller offiziell eingetragenen Pferde werden durch den OKV vertreten. Im Weiteren findet rund die Hälfte aller in der gesamten Schweiz stattfindenden Spring- und Dressurprüfungen im OKV-Gebiet statt.
Unter dem Motto «der Basisreiterei verpflichtet» nimmt der OKV eine zentrale Funktion im Bereich Förderung und Ausbildung der Basisreiterei wahr. Er fördert überdies talentierte Nachwuchsreiter und ebnet ihnen den Weg in die Spitzenkader. Das Verbandsgebiet des OKV umfasst die gesamte Ostschweiz, inklusive Teile der Kantone Zug, Aargau sowie das Fürstentum Liechtenstein. Der OKV ist demzufolge der grösste pferdesportliche Regionalverband und nimmt in der Dachorganisation, dem Schweizerischen Verband für Pferdesport (SVPS), eine bedeutende Stellung ein.

GraubündenGraubünden / 13.12.2009 - 12:37:53