Grosses Interesse an der Wärmebildaktion
AR. Beim HEV und Energie AR sind 529 Bestellungen im Rahmen der Aktion rund um Wärmebilder von Gebäuden eingegangen.
Anfangs September lancierten der Hauseigentümerverband AR (HEV) und der Verein Energie AR eine Wärmebildaktion für Hauseigentümer im ganzen Kanton Appenzell Ausserrhoden. Mittels einer Wärmebildkamera sollen schlecht isolierte Stellen eines Hauses aufgezeigt werden. Die ursprüngliche Obergrenze von 400 Gebäuden ist weit übertroffen worden. Eine erste Serie Wärmebilder ist bereits erstellt. Die drei Informationsveranstalt-ungen im Herbst, mit dem Thema „ Gebäude erneuern – Energieverbrauch halbieren“, stiessen auf grosses Publikumsinteresse.
Aktion aktuell
Auch wenn momentan der Ölpreis so günstig ist wie schon lange nicht mehr, sind sehr viele Hausbesitzer sensibilisiert auf das Thema „Energie und Umwelt“. Das ist erfreulich. Mittelfristig werden die Preise wieder steigen, die Vorräte sind nicht unendlich und die Folgen der Erderwärmung werden immer sichtbarer. Ausserdem ist die Energie, die nicht verbraucht wird, die billigste. In Zeiten der explodierenden Nebenkosten kam die Wärmebildaktion der beiden Initianten offenbar zum richtigen Zeitpunkt.
Überlegt sanieren
Eine Wärmebild-Analyse ist eine gute Grundlage um Schwachpunkte aufzuzeigen. Bei Handlungsbedarf sollten nicht aufs Geratewohl einzelne Massnahmen in Angriff genommen werden, sondern ein Konzept für eine Gesamtsanierung erstellt werden. Es macht zum Beispiel wenig Sinn die Fenster auszuwechseln, wenn das Mauerwerk nebenan schlecht isoliert ist. Eine fachlich fundierte Vorgehensberatung führt zu einem Erneuerungskonzept, das auch sinnvolle Etappierungsmöglichkeiten aufzeigen kann.
Der Verein Energie AR bietet eine solche neutrale Beratung gratis an, für Mitglieder und diejenigen die es werden wollen. Ziel der Aktion sind nicht die Wärmebilder, sondern ausgeführte energetische Massnahmen. Nur solche helfen Energiekosten zu sparen und gleichzeitig der Umwelt. Umbauprojekte zu realisieren ist erfahrungsgemäss in einer Phase, in der die Baukonjunktur nicht mehr so überhitzt läuft, günstig. Man profitiert von tieferen Preisen und Handwerkern die mehr Zeit haben.
