Grosser Wirbel um Baumfällaktion
Herisau. Letzte Woche wurde der Kleinwald an der Staatsstrasse in Richtung St. Gallen komplett abgerodet - zum Entsetzen des Herisauers Robert Hug.
Der Herisauer Robert Hug ist viel mit seinem Velo unterwegs. Auf diese Weise bewältigt er auch den täglichen Arbeitsweg, der ihn an der Staatsstrasse vorbeiführt. Dort waren vor einiger Zeit Bauarbeiter damit beschäftigt, die Stützmauer zu sanieren. «Da fiel mir auf, dass dafür sämtliche Bäume abgerodet wurden. Ich bin entsetzt über solche Baumfällaktionen», ärgert sich Robert Hug. Der Wohnraum von den Bäumen werde immer mehr zurückgedrängt; auch der Lebensraum von Vögeln hätte darunter zu leiden.
Viele Baumgruppen gefällt
Nach seinen Angaben hatten bereits im letzten Jahr wegen Stürmen die Baumgruppe auf der anderen Strassenseite weichen müssen. Doch damit nicht genug: «Auch bei einem Autohandel und vis à vis vom Quartier Ramsen wurden ganze Baumgruppen ausgelöscht. Nach dem Hochwasser wurde radikal gerodet», sagt Hug. Auch beim Aldi-Discount hätten die Bäume daran glauben müssen. Gerade in der heutigen Zeit sei die Problematik verheerend, weil immer mehr Leute mit dem Auto unterwegs seien. Hug: «So etwas ärgert mich sehr.»
Nicht alle waren geplant
Die Amtsstellen der Bau-, Umweltschutz- und Energiedirektion sowie der Gesundheitsdirektion sind bei der Kantonalen Verwaltung untergebracht. Auch solche Baumaktionen fallen unter den Arbeitsbereich. «Die Sanierungsarbeiten der Stützmauer war ausschlaggebend; die grossen Bäume mussten dazu gerodet werden», gibt die Behörde Auskunft. Als die Fällaktion im Gange war, wurden die Arbeiter von einem privaten Eigentümer angefragt, ob man seine Bäume nicht auch roden könne. «Es war nicht geplant, alle Bäume zu fällen; doch die übrig gebliebenen waren entweder zu schwach oder bereits angeschlagen», heisst es weiter. Ausserdem hätten die Förster während des milden Winters Zeit gehabt, um Bäume zu fällen.



























