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Grosser Rat will Schiess-Spiel in Thurgauer Wäldern verbieten

Weinfelden/TG. Paintball in Thurgauer Wäldern soll verboten werden. Der Grosse Rat hat am Mittwoch mit 71 zu 21 Stimmen eine Motion für erheblich erklärt, das Waldgesetz entsprechend zu ändern.

Die Motionäre Ruedi Zbinden (SVP) und Max Vögeli (FDP) übten Kritik am Spiel, bei dem mit Farbmunition aus Lufdruckwaffen geschossen wird. Sie argumentierten, dass Paintball-Spiele, Passanten gefährdeten, Müll
hinterliessen und das Ökosystem Wald störten, indem sie Wildtiere und Vögel verdrängten.
 
Die Regierung stimmte in ihrer Antwort der Argumentation des Motionäre zu und sprach sich ebenfalls für ein Verbot aus. Sie argumentierte, dass Paintball ohne weiteres in Hallen oder in privaten, nichtöffentlichen Aussenarealen gespielt werden könne und nicht auf die Benutzung des Waldes angewiesen sei.
 
Wald und Passanten schützen
Diese Argumentation unterstützte auch die Mehrheit der Kantonsräte quer durch alle Fraktionen. Der Wald sei ein Naherholungsgebiet und müsse geschützt werden, lautete der Tenor.
 
SP/Gewerkschaften waren gespalten. Zum einen sprachen sie sich gegen eine Verbotskultur aus. Zum anderen sei es jedoch notwendig, die öffentlichen Wälder zu schützen. Anstelle eines Verbots könne man auch mit Auflagen und Regeln arbeiten.
 
Regierungsrat Jakob Stark betonte, man müsse Paintball als Mannschaftssportart, die im Trend sei, akzeptieren. Es gehe um eine Güterabwägung zwischen privaten Waldeigentümern, Spielern, der Allgemeinheit und dem Schutz des Ökosystems. Das freie Betreten des Waldes sei ein hohes Gut. Man müsse aber in einem Bereich
Grenzen setzen, um die Freiheit zu erhalten.
 
Die Junge FDP hatte sich vor der Sitzung des Grossen Rats mit einem offenen Brief zu Wort gemeldet. Ihr geht ein Verbot zu weit, weil davon nicht nur die öffentlichen sondern auch die privaten Wälder betroffen seien.

ThurgauThurgau / 21.10.2009 - 12:55:49