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Grossandrang für das Volkstanzfest

Hersiau. Tausende werden am 14. und 15. Juni ans Schweizerische Volkstanzfest reisen. Beeindruckend: Gegen 3500 Trachtenleute nehmen teil.

Die Werbeaktionen des Organisationskomitees tragen Früchte: OK Präsident Rolf Lenz meldet beeindruckende Zahlen: Gegen 3500 Trachtenleute aus der ganzen Schweiz und sechs Gruppen aus dem Ausland nehmen am Volkstanzfest teil.

Der Herisauer Gemeindepräsident Paul Signer und Regierungsrat Hans Diem freuten sich ganz besonders über die guten Nachrichten, die Rolf Lenz als Obmann der Ausserrhoder Trachtenvereinigung und als OK-Präsident an der Orientierungsveranstaltung vom Montagmorgen, 7. April, verkünden konnte. Beide Magistraten dankten allen Beteiligten für die uneigennützigen Anstrengungen, die beste Reklame seien für Herisau und das ganze Appenzellerland. Und tatsächlich: die Zahlen sind beeindruckend.

Reichhaltiges Programm
Schon an der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Trachtenvereinigung am Samstag werden über 900 Personen erwartet, und am gleichen Tag werden mehr als 1200 Tänzerinnen und Tänzer aus der ganzen Schweiz mit öffentlichen Tanzvorführungen beginnen. 60 Volkstanzgruppen sind aktiv beteiligt, darunter auch sechs aus dem Ausland, aus Ungarn, Baden-Württemberg und Österreich. Die Organisatoren haben dafür fünf Volksmusikgruppen verpflichtet, dazu kommen aber noch jene, die von den Tanzgruppen selber mitgebracht werden. Gesamthaft werden gegen dreissig solche Formationen an den verschiedenen Tanzplätzen aufspielen. Die Tanzgruppen haben während maximal 20 Minuten Gelegenheit, drei Tänze vorzuführen.

Für den grossen Unterhaltungsabend am Samstag, an dem das Appenzeller Brauchtum dargestellt wird, meldeten sich so viele Interessenten, dass das bereits bestellte Zelt auf dem Ebnet den Ansturm nicht mehr gefasst hätte. Gottlob gelang es aber, ein grösseres zu organisieren, das 2’000 Personen fasst.

Langer Festumzug
Die Flut von Anmeldungen für den grossen Festumzug vom frühen Sonntagnachmittag überraschte sogar die optimistischsten Mitglieder des Komitees. Gesamthaft werden etwa 2000 Personen in 62 Gruppen mit 23 Musikformationen und 31 Wagen erwartet. Darunter sind – und das ist ganz besonders erfreulich – über 600 Kinder und Jugendliche. Die grosse Teilnehmerzahl führte dazu, dass der Umzug um 750 Meter verlängert werden musste.

Die Jugendförderung ist den Organisatoren und selbstverständlich auch der Schweizerischen Dachorganisation der Trachtenleute ein grosses Anliegen. Darum bemühen sich die Gastgeber, ein attraktives Programm zu sehr moderaten Preisen zu bieten, so dass auch Familien mit Kindern eine Chance haben. Eine Festkarte für beide Tage kostet für Erwachsene 80 Franken und für Kinder und Jugendliche nur gerade 20 Franken, Verpflegung und Übernachtung in Gruppenunterkünften inbegriffen.

Mehr als 2700 Festkarten sind bestellt worden, und insgesamt werden rund 3’500 Trachtenleute in Herisau mitmachen, darunter etwa 500 Hilfskräfte. Für Eltern, die gerne einmal ohne ihre Kinder tanzen möchten wird ein reichhaltiges Jugendprogramm geboten mit Tanzworkshops für angehende Volkstänzer, aber auch mit Spielen, Basteln, Disco und Kino für die Kleinen und für Tanzmuffel. Abgesehen von den bereits erwähnten Kindern, die aktiv am Tanzfest mitwirken, sind nämlich weitere 360 Kinder und Jugendliche gemeldet.

Knackpunkt Übernachtung
Ein ganz wichtiger Punkt in der Organisation ist die Unterbringung der vielen Gäste. Die kantonale Tourismus-Organisation hat da etliche harte Nüsse zu knacken, denn bekanntlich kann man in Ausserrhoden alleine nicht Tausende von Gästen unterbringen. Darum sind die Organisatoren besonders dankbar, dass das Amt für Bevölkerungsschutz in mehrfacher Hinsicht zu Hilfe kommt, einerseits mit Unterkünften in den Kasernen von Herisau und Neuchlen und den Zivilschutzanlagen weiterer Appenzeller Gemeinden, aber auch mit der Übernahme von Transportaufträgen.

Dieses letzte Kapitel wird dadurch entschärft, dass die Herisauer Busbetriebe beide Tage gratis fahren. Hotelbetten sind natürlich sehr gefragt, so dass Unterkünfte gebucht werden von Wil bis Wasserauen und von Mogelsberg bis an den Bodensee, berichtet Tamara Züst von Appenzellerland Tourismus.

Solche Riesenveranstaltungen könnten niemals ohne substanzielle Unterstützung durch Gemeinde, Kanton und die zahlreichen segensreichen Stiftungen verwirklicht werden. Mit dem Dank an alle diese Wohltäter und an die Sponsoren schloss der Präsident die Orientierungsveranstaltung.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 07.04.2008 - 15:39:00