Groove und bittersüsse Saiten
Steinegg. Jedes Jahr findet am Abend vor dem Nationalfeiertag beim Restaurant «Schlössli» ein kleines, feines Openair-Konzert statt.
Diesmal gestaltet das «c.c. hiller collective» Soundcollagen und das «Dead Brothers Sweet String Orchestra» bringt seinen bittersüssen Stilmix auf die Bühne.
Das sechsköpfige Musikkollektiv um Christian Hiller erweckt Klangbilder aus der Urzeit und lässt sich von afrikanischen Einflüssen leiten. Da atmet der Soul, und rocken Jazz und Salsa. Der Groove ist das wichtigste Element in Hillers Kompositionen. Um sie umzusetzen, hat er seine Wunschmusiker um sich versammelt, allesamt Persönlichkeiten der Ostschweizer Musikszene mit einem breiten Erfahrungsschatz.
Grooviger Klangteppich
Marc Jenny am Bass und Emanuel Riederer an den Drums, bekannt von der «Sektion Kuchichäschtli» sorgen für den Beat. Benjamin Stalder bringt mit funkigen Gitarrenriffs das Blut in Wallung und Daniel Rieser am Keyboard hält das ganze zusammen, derweil sich Markus Bittmann (Sax) und Christian Hiller (Valve-Trombone) die Seele aus dem Leib pusten. In den skurrilen Arrangements können sich Solis und Improvisationen entfalten. Auf dem groovigen Klangteppich lässt es ich genauso entspannt zuhören wie ausgelassen tanzen.
Zutaten für Rock and Roll
«Alte Bekannte» lösen das Kollektiv auf der kleinen Bühne vor der grossartigen Bergkulisse ab: Der virtuose Geiger Mathias Lincke hat sich mit seinen Kollegen, dem Appenzeller Bassisten Patrick Kessler und den klassischen Cellisten Stefan Baumann zusammengetan, um die legendären «Dead Brothers» auferstehen zu lassen. Man kennt die drei vom grenzüberschreitenden Projekt «Flora» das Traditionelles mit Electronics mischt oder aus der Grossformation «Romobil», die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Appenzeller- und Romamusik hörbar macht.
Mit dem charismatischen Frontmann Alain Croubalian (Gitarre, Gesang) sind sie seit kurzem als «Dead Brothers Sweet String Orchestra» unterwegs. Ihren ersten Auftritt absolvierten sie am Kulturfestival in St. Gallen.
Sie bringen ein Programm voller Überraschungen nach Steinegg. Die süsseste Begräbnisband der Schweiz spielt seelenvolle, leicht morbide Musik, die aus den Zutaten des Rock and Roll gemixt ist: Folk, Canzoni, Walzer, eine Prise Latin Rhythmus.
Schlössli Open Air, Donnerstag, 31. Juli 2008: Restaurant Schlössli Steinegg bei Appenzell; Türöffnung 17 Uhr, Konzerte ab 20 Uhr, Festwirtschaft mit Bar und Grill
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