Glockenstreit geht in nächste Runde
Trogen. Der Glockenstreit geht weiter: Experten haben in drei Häusern Lärmmessungen durchgeführt. Grund dafür war ein Entscheid des Verwaltungsgerichts von 2006.
Die «IG Stiller» hatte vor rund acht Jahren beantragt, das nächtliche Geläut der Glocken der evangelisch-reformierten Kirche abzustellen. Der Gemeinderat trat nicht darauf ein; er berief sich auf eine Umfrage in der Bevölkerung, die gezeigt hatte, dass eine Mehrheit der Einwohner für einen Beibehalt des Glockengeläuts sind.
Die «IG Stiller» zog den ablehnenden Entscheid des Gemeinderats vor die Baudirektion und bekam Recht. Dann rief der Gemeinderat die nächste Instanz an, das Verwaltungsgericht. Dieses trat im April letzten Jahres jedoch nicht auf die Beschwerde des Gemeinderats ein.
Lärmmessungen nötig für Ablehnung
In seiner Begründung teilte das Verwaltungsgericht mit, der Gemeinderat könne ein Gesuch der «IG Stiller» nicht einfach abweisen, ohne zuvor Lärmmessungen durchgeführt zu haben. Der Gemeinderat akzeptierte diesen Entscheid. Nun haben diese Messungen stattgefunden, wie die «IG Stiller» am Montag bekannt gab.
Nur Verzögerungstaktik?
Dass zwischen dem Entscheid des Ausserrhoder Verwaltungsgerichts und den Messungen durch Empa-Experten 16 Monate verstrichen sind, ist für die «IG Stiller» laut Communiqué eine «Verzögerungstaktik».
Weitere Artikle zu diesem Thema:
– Glockenstreit: «Jetzt schlägts dreizehn!», (31.10.2006)



























